Männer Schwangerschaft

Ein Baby ist unterwegs: Welche Rolle und Aufgaben hat der werdende Vater?

Wenn das Wunsch-Baby sich endlich angekündigt hat und im Mutterleib heranwächst, dann blühen die werdenden Mamas trotz möglicher Übelkeit und Beschwerden auf. Die Schwangerschaft betrifft auch aber den werdenden Papa.

Welche Rolle hat der Mann während der Schwangerschaft?

  • Wie ein Fußballtrainer, der die Linie nicht überschreiten und nur von außen „mitmischen“ darf, fühlen sich manche Männer während der Schwangerschaft ihrer Partnerin. Sie fühlen sich zur Passivität verdammt, sollten sich aber aktiv beteiligen und zum Beispiel die Schulter zum Anlehnen bieten.
  • Zwar spürt die Frau die Veränderungen des eigenen Körpers und das Heranwachsen des neuen Lebens direkt und intensiv, aber Sorgen um das noch nicht geborene Baby haben auch die Väter. Paare sollten nicht nur die Vorfreude, sondern auch diese Sorgen, Ängste und Zweifel teilen.
  • Nicht leicht für Männer ist sicherlich der Umgang mit den möglichen, hormonell bedingten Stimmungsschwankungen der schwangeren Frau. Der werdende Vater sollte sich ein dickes Fell zulegen und die werdende Mutter ernst nehmen – selbst wenn die sprichwörtlichen Gäule mit ihr und ihren Emotionen einmal durchgehen. Auch plötzliche Tränenergüsse sollten ernst genommen werden. Der Mann wird zum Krisen-Manager.
  • Verständnis haben und Pläne schmieden: Auch in schwierigen Phasen der Schwangerschaft sollten Paare die gemeinsame Zeit genießen und zusammen etwas unternehmen.
  • Aufgaben übernehmen: Gerade in den letzten Monaten der Schwangerschaft sind Frauen körperlich mehr und mehr eingeschränkt. Männer müssen sich nicht mit den Rückenschmerzen oder Wasserablagerungen plagen. Sie sollten Frauen Arbeit abnehmen – sei es der Einkauf oder der Wochenputz.
  • Massagen tun der Frau gut und lassen körperlicher Nähe entstehen. Und das wirkt sich auch positiv auf das noch nicht geborene Kind aus.
  • Keine Eifersucht aufkommen lassen: Manche Männer fühlen sich vernachlässigt. Das Kind ist noch gar nicht geboren – und dennoch stehen sie bei ihrer Partnerin schon nicht mehr im Mittelpunkt. Lassen Sie diese Gefühle nicht aufkommen, freuen Sie sich gemeinsam.
  • Eine Beziehung zum Ungeborenen aufbauen: Das Kind entwickelt sich im Mutterleib und bereits ab dem dritten Monat der Schwangerschaft sind die Sinnesorgane angelegt. Sprechen Sie als werdender Vater mit Ihrem noch ungeborenen Kind, bauen Sie eine Beziehung auf, kommunizieren Sie, so wie es die werdende Mutter auch macht. Das Streicheln über den Bauch tut Mutter und Kind gut.
  • Übernehmen Sie als werdender Vater eine aktive Rolle. Gehen Sie mit zu Ultraschall-Untersuchungen, studieren Sie mit Ihrer Partnerin Lektüre zu Babys, beteiligen Sie sich an der Geburtsvorbereitung.
  • Sprechen Sie über die Zukunft: Immer mehr Väter nehmen sich heutzutage eine Auszeit und wechseln sich mit der Betreuung des Nachwuchses ab. Klären Sie rechtzeitig, in wie weit der Arbeitgeber mit einer vorläufigen Stundenreduzierung einverstanden ist oder denken Sie über Elternzeit für Väter nach.
  • Bereiten Sie sich auf die Zeit nach der Geburt vor: Die Nächte werden kurz – und es gibt neben der Versorgung des Kindes noch einige andere Sachen zu tun: Geburtsurkunde, Vaterschaft und Sorgerecht bei unverheirateten Eltern müssen beantragt beziehungsweise geklärt werden. Außerdem muss das Kindergeld beantragt werden. Legen Sie sich rechtzeitig eine Liste an, damit diese Dinge später nicht unnötig viel Zeit verschlingen. Zeit, die Sie viel besser mit Ihrer kleinen Familie verbringen können.

Einige interessante Artikel zum Thema „Wie Männer wirklich fühlen?“ bietet der Beziehungscoach Christian Sander in seinem persönlichen Blog unter www.christian-sander.net.

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