Eileiterschwangerschaft

Eileiterschwangerschaft – Anzeichen und Folgen

[dropcap]B[/dropcap]ei der Eileiterschwangerschaft nistet sich die befruchtete Eizelle in der Schleimhaut des Eileiters ein. Wenn es dabei zu keinem spontanen Abbruch der Schwangerschaft kommt, wächst der Embryo im Eileiter heran und man spricht von der Eileiterschwangerschaft. Diese Art der Schwangerschaft kann für die werdende Mutter sehr gefährlich werden, wenn sie nicht rechtzeitig entdeckt wird.
Der Eileiter ist nämlich kaum dehnbar und kann in der Folge reißen. Dadurch entstehen innere Blutungen im Bauch, diese können zum Schock oder zu Kreislaufversagen führen. Das Risiko einer solchen Schwangerschaft liegt jedoch nur zwischen ein und zwei Prozent.

Anzeichen einer Eileiterschwangerschaft

Schmerzen im Unterbauch und das Ausbleiben der monatlichen Blutung sind typische Anzeichen einer Eileiterschwangerschaft, zusätzlich kann es zu Blutungen kommen. Diese Anzeichen sind jedoch oft nicht von einer normalen Schwangerschaft zu unterscheiden, deshalb kann erst eine Beta-hCG-Untersuchung oder ein Ultraschall völligen Aufschluss geben. In den meisten Fällen kommt es nach sechs oder sieben Wochen zur Ablösung der abgestorbenen Frucht, dabei füllt sich der Eileiter mit Blut und verursacht starke Schmerzen. Bei fünf Prozent der Patienten treten zusätzliche Komplikationen, wie Kreislaufkollaps oder Schock, ausgelöst durch Blutarmut, auf.

Meist wird das abgestorbene Gewebe ausgeschieden

In den meisten Fällen bildet sich die Eileiterschwangerschaft von selbst zurück, der Embryo stirbt und das abgestorbene Gewebe wird absorbiert und mit der nächsten Regelblutung ausgesondert. Bildet sie sich nicht selbst zurück und ist sie bereits im fortgeschrittenen Stadium, hilft meistens nur noch eine Operation.

Dabei wird der Eileiter entweder längs aufgeschnitten und der Embryo samt Plazenta entfernt oder beide werden in Richtung Gebärmutter ausgedrückt. Ist der Eileiter danach nicht mehr funktionstüchtig oder die Wahrscheinlichkeit einer neuerlichen Eileiterschwangerschaft sehr hoch, werden der Eileiter entfernt oder die Enden verödet.

Wie die Bauchhöhlenschwangerschaft, kommt auch die Eileiterschwangerschaft eher selten vor. Beide Arten von Schwangerschaften, in denen sich die Eizelle außerhalb der Gebärmutter einnistet, werden in der medizinischen Fachsprache „Extrauteringravidität“ genannt.

Bild: euthman – Flickr.com (CC BY 2.0)

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