E-Zigarette

E-Zigarette ist bei Jugendlichen sehr beliebt

Laut einer EU-weiten Umfrage haben schon mehr als 20 Prozent Raucher die E-Zigarette ausprobiert. Dazu wurden mehr als 26.000 Jugendliche und Erwachsene aus 27 EU-Ländern befragt. Vor allem die jungen Menschen wollen dadurch testen, ob sie dank E-Zigarette von dem Tabakkonsum wegkommen können.

Jugendliche greifen häufiger zu E-Zigarette

[dropcap]A[/dropcap]uf die gesamte EU-Bevölkerung gerechnet haben im Jahr 2012 mehr als 29 Millionen EU-Bürger E-Zigaretten bereits ausprobiert. Das ergab eine Studie, die im Fachblatt „Tobacco Control“ veröffentlicht wurde. Forscher um Constantine Vardavas von der Harvard School of Public Health in Boston raten deswegen dringend dazu, die gesundheitlichen Folgen der E-Zigaretten zu untersuchen und herauszufinden, welche Rolle sie bei der Abgewöhnung von Nikotin spielen.

Die Untersuchung hat ergeben, dass jeder fünfte Raucher bereits Erfahrungen mit E-Zigaretten gemacht hat. Jüngere Personen greifen eher zu einer E-Zigarette als die Erwachsenen. Rund 75 Prozent der Raucher probierten sie ein- oder zweimal aus, neun Prozent dagegen rauchen sie regelmäßig. Raucher, die von der Zigarette weg kommen wollten, probierten doppelt so häufig E-Zigaretten aus, wie überzeugte Raucher. Sieben Prozent hatten beim Versuch, mit dem Rauchen aufzuhören, das elektrische Dampfen ausprobiert.

Eine breite Geschmacksvielfalt

In „Tobacco Control“ hatte eine zweite Gruppe von Wissenschaftlern davon berichtet, dass die Zahl der im Internet angebotenen E-Zigaretten-Sorten immer größer wird und jetzt schon enorm ist. In nicht mal zwei Jahren – zwischen August 2012 und Januar 2014 – sind monatlich zehn neue Marken und 242 neue Geschmacksrichtungen auf dem Internetmarkt erschienen.

Im Januar 2014 hat man auf eigenen Webseiten für insgesamt 466 Marken beworben. Angeboten wurden 7764 Geschmacksrichtungen, darunter befanden sich solche wie Tabak, Menthol, Frucht oder Alkohol.

Veränderungen bei den Vermarktungsstrategien

Die amerikanischen Wissenschaftler um Shu-Hong Zhu von der University of California, San Diego, haben berichtet, dass sich die Vermarktungsstrategien im Laufe der Zeit ziemlich verändert haben. Noch vor zwei Jahren sprachen die Hersteller über die vermeintlich geringere Gesundheitsgefahr durch E-Zigaretten. Das führte allerdings zur Kontroverse über die Produkte und solche Hinweise tauchen immer seltener auf. Man wirbt auch inzwischen nicht mehr damit, dass E-Zigaretten dort geraucht werden dürfen, wo andere Zigaretten verboten sind.

Man hängt das auch nicht mehr an die große Glocke, dass E-Zigaretten beim Aufhören vom Rauchen helfen können. Hersteller kehren davon ab, normale Zigaretten als Referenz zu nutzen. Vielmehr kommt es zu den Aussagen, dass diese Produkte Nikotin enthalten, was ein extrem hohes Suchtpotenzial darstellen würde. So werden die Raucher von morgen herangezüchtet, so Kerstin Jüngling, Leiterin der Fachstelle für Suchtprävention Berlin.

Bericht im Direkt über die elektrische Zigarette

Bildquellen
Artikelbild: © panthermedia.net / Krzysztof Zabłocki

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