Depression

Depressionen bei Kindern: So gehen Eltern damit um

Bei vielen Menschen fingen ihre Depressionen schon im Kindesalter an, obwohl sie zu diesem Zeitpunkt nicht richtig erkannt werden. Deswegen ist es ratsam, Kinder genauer zu beobachten und sofort zu reagieren, falls man entdeckt, dass sie auf Dauer traurig werden oder einfach ohne Lust zu Hause rumhängen. Wird eine Depression frühzeitig erkannt, ist eine schnelle Heilung möglich. Darüber hinaus würde eine Früherkennung die Kosten, die durch Frühberentungen aufgrund von Depressionen entstehen, reduzieren. Sie betragen alleine in Deutschland im Jahr rund 1,5 Milliarden Euro.

Kinder und Depressionen: Wie kommt das?

[dropcap]D[/dropcap]ie Gründe für depressive Haltung bei Kindern sind sehr vielseitig. Meistens kommt die Krankheit von fehlender Anerkennung, was vor allem bei Kindern ihrem Selbstbewusstsein einen kräftigen Dämpfer verpasst. Wenn dabei noch zu einer unglücklichen Verkettung zahlreicher genetischer und psychologischer Faktoren kommt, wird die Entstehung von Depressionen begünstigt.

Was die genauen Ursachen von Depressionen sind, dafür hat die Wissenschaft immer noch keine eindeutige Antwort parat. Man weiß es jedoch, dass folgende Ereignisse zu Entstehung einer Depression führen können:

  • der Tod eines nähen Verwandten oder Eltern
  • wenn sich die Eltern scheiden lassen
  • plötzliche Trennung von einer vertrauensvollen Person
  • Armut
  • Leistungsdruck oder Mobbing in der Schule
  • ein Unfall.

So werden Depressionen diagnostiziert

Es gibt keine eindeutigen Hinweise, die bei Kindern auf eine Depression hindeuten würden. Es gibt jedoch eine Vielzahl von körperlichen und psychologischen Beschwerden oder Anzeichen, die auf diese Krankheit zurückzuführen sind. Das könnten zum Beispiel folgende Auffälligkeiten sein:

  1. Das Kind weint viel und oft, sein Gesichtsausdruck ist teilnahmslos.
  2. Lust zum Spielen ist nicht mehr vorhanden, Kinder werden schnell aggressiv und nervös.
  3. Allgemeine Abgeschlagenheit, Lustlosigkeit und Schlaflosigkeit breiten sich aus.
  4. Kinder haben auf einmal Schwierigkeiten in der Schule, werden ängstlich und es mangelt ihnen an Selbstvertrauen.

Zu den körperlichen Anzeichen von Depressionen zählt unter anderem:

  1. Bauch- oder sonstige Schmerzen, die ohne logischen Grund auftreten.
  2. Das Kind wird grundlos ständig müde und träge.
  3. Allgemeine Erschöpfung kann auch ein Zeichen von Depressionen sein.

Was man dagegen unternehmen kann

Als Erstes soll das Selbstwertgefühl des Kindes wiederaufgebaut werden. Ein Kind muss sich sicher sein, dass Eltern seine kleine Welt, seine Gefühle und seine Privatsphäre voll respektieren. Das trägt dazu bei, dass Kinder eine positive Beziehung zu sich selbst und ihrer Umwelt haben. Wichtig ist, dass Eltern in Situationen, die das Selbstbewusstsein des Kindes stärken, ihre Leistungen richtig anerkennen und belohnen.

Falls es Krisen gibt, sollten diese je nach Möglichkeit gemeinsam gemeistert werden – mit Hilfe und Unterstützung der Eltern sollen konstruktive Lösungen gefunden werden.

Schon Kinder können depressiv werden – Symptome bei zwei bis drei Prozent der Kinder

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