Babysitter

Babysitter – was gibt es zu beachten?

[dropcap]E[/dropcap]ine sehr wichtige Rolle bei der Frage nach dem richtigen Babysitter spielt das Alter des Kindes und der jeweilige Entwicklungsstand. Allgemein gesehen ist es sinnvoll, bis zu einem Alter von 12 oder 13 Jahren einen Babysitter kommen zu lassen. Dies hat weniger mit mangelndem Vertrauen zu tun, sondern mit einer schlichten Tatsache: jüngere Kinder sind unter Umständen mit der Situation »Abends alleine Zuhause« überfordert. Es macht einen Unterschied, ob Sie mal eben schnell zum Einkaufen fahren, oder den ganzen Abend lang unterwegs sind. Abhängig von ihrem Kind gilt: »Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser«. Überlegen Sie am besten selbst: Würden Sie auf ihre Eltern hören wenn sie zu ihnen sagen, sie sollen nur bis 22.00 Uhr Fernsehen oder bestimmte Sender meiden? Oder den Ofen in Ruhe lassen.

Ein Babysitter ist eine sinnvolle Investition

Noch interessanter wird diese Frage, wenn man überlegt ob das ältere Kind auf das jüngere aufpassen kann. Sparfüchse wittern hier ihre Gelegenheit, schließlich kann ein guter erwachsener Babysitter schon mal sechs bis zehn Euro in der Stunde verlangen. Eine wichtige Frage hier: »Was kann ich meinem Kind zutrauen?«. Flippt ihr Kind schon aus, weil das Geschwisterchen seine Bauklötze liegenlässt? Oder weil es komplexere Spiele noch nicht begreift? Dann sollten Sie bereit sein, das Geld für einen Babysitter zu investieren. In diesem Fall haben Sie (nach eingehender Prüfung versteht sich) die Gewissheit, dass mit ihren Kindern während ihrer Abwesenheit alles in Ordnung ist.

[box type=infobox]

Folgende Fragen sollten bei der Wahl eines Babysitters berücksichtigt werden:

  • Warum ist er/sie Babysitter?
  • Welche Erfahrungen oder Referenzen hat er/sie?
  • Hat der Babysitter einen Kurs in Babypflege absolviert? (Bei Kleinkindern und Säuglingen)
  • Hat er/sie eine private Haftpflichtversicherung?
  • Hat er/sie Kenntnisse in Erster Hilfe?
  • Kann er/sie Kinder beschäftigen?
  • Ist er/sie verantwortungsbewusst?
  • Ist er/sie kontaktfreudig?
  • Ist er/sie zuverlässig?

[/box]

Babysitten ist eine verantwortungsvolle Aufgabe

Babysitten heißt NICHT Zeitabsitzen: Engagement, Kontaktfreude und den Wunsch sich mit dem Schützling zu beschäftigen gehören ebenso zu einem verantwortungsvollen Babysitter wie das Spielen und das Ins-Bett-bringen.

Es ist unentbehrlich, dass ihr Babysitter ihr Kind im Vorfeld kennenlernt: Was es mag, was es nicht mag. Er muss ihr Kind als eigenständiges Persönchen respektieren, um eine gesunde Beziehung aufbauen zu können.

Der Babysitter ist mehr als nur »Aufpasser«: Er ist Teil der Lebenswelt des Kindes und somit eine Bezugsperson. Egal, ob er nur einmal im Monat oder jede Woche vorbeikommt. Das muss ihrem Babysitter klar sein und er sollte bereit sein, diese Verantwortung zu übernehmen. Die Trennung kommt so oder so, mangelnde Motivation und fehlendes Interesse jedoch spüren insbesondere Kinder intensiv. Aus diesem Grund sollten sie einen Babysitter auswählen, der Freude an seiner Arbeit hat und bereit ist, sich auf Näher einzulassen.

Die Chemie zwischen Babysitter und Kind muss stimmen

Babysitten heißt nicht, nur seine Arbeit zu machen. Ihr Kind muss ebenfalls mitspielen. Die Chemie muss stimmen: Es kann durchaus sein, dass das Herz des Schützlings erst umgarnt werden muss, nach einigen Stunden sollte jedoch eine Annäherung festzustellen sein. Lassen Sie ihren Babysitter kommen und beobachten Sie das Zusammenspiel von Kind und Aufpasser aus einiger Entfernung. Schließlich wollen Sie ja mit einem guten Gefühl aus dem Haus gehen, oder? Wichtige Eigenschaften für Babysitter sind vor allem Geduld, eine ordentliche Portion Autorität und viel Liebe. Ihr Babysitter sollte (nach einer kleinen Einweisung, denn Sie kennen ihr Kind am besten) in der Lage sein, ihr Kind zu beruhigen oder zu trösten. Eventuelle Windelwechsel und kleine Spiele sollte ebenfalls zum Repertoire gehören.

Kann die gewählte Aufsichtsperson ein sogenanntes »Babysitter-Diplom« vorweisen, sind Sie eigentlich fast immer auf der sicheren Seite: In einem mehrstündigen Kurs lernen die Absolventen Grundlagen der Ersten Hilfe bei Säuglingen und Kleinkindern. Die rechtliche Lage von Babysitting, sowie die diverse Spiele und Beschäftigungsmöglichkeiten gehören gleichfalls zur Schulung. Ebenso wird Basiswissen über Verhaltensweisen und Ernährung vermittelt.

Babysitteragenturen helfen bei der Vermittlung von Babysittern

Ein gute Wahl sind auch Babysitteragenturen, diese übernehmen die Vermittlung von Babysittern für die Familie und sorgen für Ersatz bei Ausfällen. Zumeist sind diese Babysitter auch haftpflichtversichert und verfügen über eine pädagogische Ausbildung. Zusammenfassend kann man sagen, dass Babysitter eigentlich immer eine gute Wahl sind – sofern sie sorgfältig ausgewählt werden.

Bildquelle: GonzaloMMD – Flickr.com (CC BY-SA 2.0)

0 Kommentare

Hinterlasse ein Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert