Zeckenalarm

Achtung Zeckenalarm: Was tun bei einem Zeckenbiss?

Wohl kaum ein vergleichbar kleines Tier vermag es bei uns Menschen, einen größeren Schrecken hervorzurufen als die heimischen Zecken. Gerade mit dem Aufkommen milderer Temperaturen steigt auch das Zeckenrisiko und die Blutsauger machen sich auf den Weg. Die kleinen Tiere tummeln sich vor allen Dingen in höherem Gras und im feuchtem Laub. Wir gehen an den Gräsern vorbei, streifen den einen oder anderen Grashalm, die Zecken lassen sich fallen und setzen sich an unserer Haut fest. Welche Gefahr droht bei einem Zeckenbiss? Wie können wir uns vor gefährlichen Erkrankungen schützen?

Welche Zecken übertragen FSME?

[dropcap]L[/dropcap]aut Aussage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung übertragen Zecken Meningoenzephalitis – kurz FSME. Diese Abkürzung bezeichnet eine Form der Hirnhautentzündung, die wiederum vom Virus der Lyme Borreliose auf den Menschen übertragen wird. Gerade die Vielfalt dieser Erkrankung und die unterschiedliche Symptomatik sowie der Zeitraum und die Entfaltung machen eine schnelle Diagnose und einer unkomplizierte Behandlung schwierig. So ist von einigen Fällen bekannt geworden, dass Lyme Arthritis erst nach einigen Jahren zum Ausbruch kam. Nun davon auszugehen, dass an jeder Ecke und mit jedem Zeckenbiss diese gefährliche Erkrankung droht, wäre schlichtweg falsch oder gar übertrieben.

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Deutschlands Risikogebiete für gefährliche Infektionskrankheiten

In Europa unterscheiden wir unterschiedliche Risikogebiete für die Überträger dieser Krankheit. Das statistische Bundesamt hat die Häufigkeit der Bakterien aufgenommen und den Fokus auf bestimmte Gebiete gelegt. Werfen wir gemeinsam einen Blick auf die Gesamtheit aller Zecken, so tragen lediglich 5 bis 35 % die gefährlichen Bakterien in sich. Möchten Sie sich vor dieser Erkrankung schützen, empfiehlt sich eine Infektionsschutzimpfung. Kommt es zu einer Erkrankung, melden Sie diese der zuständigen Landesbehörde, denn diese dokumentieren mithilfe des Robert Koch Instituts alle Krankheitsfälle in Deutschland. Die Kommission des Robert Koch Instituts empfiehlt vor allen Dingen Bewohnern und Urlaubern der Risikogebiete diese Schutzimpfung sowie Berufsgruppen, die sich vornehmlich in Risikogebieten aufhalten, wie zum Beispiel Forstarbeiter.

Laut Aussage der Fachärzte gilt der Impfstoff als gut verträglich. In Verbindung mit Kindern wird auf fiebrige Gegenreaktionen hingewiesen. So sollten Sie gerade bei Kindern und Kleinkindern unter drei Jahren eine wirkliche Notwendigkeit einer Schutzimpfung gemeinsam mit Ihrem Arzt besprechen. Bedenken Sie in diesem Zusammenhang, dass eine Impfung einzig und allein gegen FSME schützt, jedoch nicht gegen Borreliose.

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So vermeiden Sie Zeckenbisse

Aus diesem Grund ist es sinnvoll, Zeckenbisse zu vermeiden bzw. das Risiko so gering wie nur möglich zu halten. Unternehmen Sie einen gemeinsamen Spaziergang durch den Wald, sollten Sie gerade in dieser Jahreszeit das Unterholz meiden und auch nicht durch zu hohes Gras steigen. Entscheiden Sie sich für lange Bekleidung und schützen die nackte Haut vor dem Kontakt mit Gräsern oder Ästen. Wir empfehlen Ihren Kindern festes Schuhwerk gerade in Wäldern. Überdies ist es sinnvoll, zu heller Kleidung zu greifen. Hier lassen sich Zecken schneller erkennen. Nach einem Ausflug suchen Sie sich gegenseitig nach Zecken ab. Die kleinen Blutsauger sitzen vornehmlich im Bereich des

  • Kopfes,
  • am Hals,
  • an den Armen,
  • an den Beinen und
  • in den Kniekehlen.

Stellen Sie eine Zecke fest, gilt es, diese folgerichtig zu entfernen.

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[box type=infobox]Wie entfernen Sie eine Zecke sachgemäß?

FSME Viren werden über den Speichel der Zecken in Windeseile übertragen. Anders sieht es bei der Borreliose aus, denn diese überträgt sich über den Darm erst nach längeren Saugen, zum Beispiel nach 24 Stunden. Entfernen Sie die Zecke rasch, so halten sie auch das Übertragungsrisiko eventueller Krankheiten gering.

  1. Nutzen Sie zur Entfernung eine spezielle Zeckenzange oder eine Pinzette.
  2. Umfassen Sie den Kopfbereich der Zecke so nah wie nur möglich.
  3. Ziehen Sie die Zecke nun in einem Zug vorsichtig heraus.
  4. Öl oder Klebstoff sowie Nagellack haben nichts auf einer Zecke zu suchen.
  5. Ganz im Gegenteil: Sie erhöhen das Übertragungsrisiko von Krankheiten durch Einsatz dieser Substrate.

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Statistik: Bei welchen Impfungen achten Sie auf eine regelmäßige Auffrischung? | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Fazit

  • Entnehmen Sie den Ausführungen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung die einzelnen Risikogebiete, in denen gerade die gefährlichen FSMA Bakterien wüten.
  • Entscheiden Sie sich ausschließlich in Rücksprache mit Ihrem Facharzt für oder gegen eine Schutzimpfung.
  • Borreliose können Sie nicht durch eine Schutzimpfung bekämpfen. Vermeiden Sie Zeckenbisse durch den Einsatz langer Kleidung und mithilfe von festem Schuhwerk.
  • Meiden Sie bei einem Spaziergang durch den Wald das Unterholz sowie längere Gräser. Entscheiden Sie sich für helle Kleidung, um eine Zecke schnell zu erkennen. Entfernen Sie eine Zecke schnellstmöglich, denn Borreliose wird erst nach längerem Zeitpunkt über den Darm übertragen.

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Links zur weiterführenden Information

http://www.zecken.de/
http://www.zeckenwetter.de/zeckenwetter/prognose/index.php
http://www.apotheken-umschau.de/Zecken
http://www.kindergesundheit-info.de/themen/krankes-kind/fieber-co/zeckenschutz0/

Bildquellen
Artikelbild: © panthermedia.net / Margaritta Rehm