Mehr Geld in den Kita-Ausbau investieren

Das von der alten Bundesregierung eingeführte Betreuungsgeld rückt wieder deutlich in der Fokus. Zwar fordert die SPD in den Koalitionsverhandlungen mit der CDU/CSU direkt zwar keine Abschaffung, pocht aber auf Zugeständnisse.

Zwei Milliarden für den Kita-Ausbau in Deutschland

Die SPD will die fürs Betreuungsfeld veranschlagten zwei Milliarden Euro in den Kita-Ausbau investieren. Das sagte die stellvertretende SPD-Vorsitzende Manuela Schwesig, die die Verhandlungen die Arbeitsgruppe Familie und Frauen für die SPD leitet. Und sie lehnt eine Anhebung des Kindergeldes und der Kinderfreibeträge, so wie es die Union in ihrem Wahlprogramm gefordert hatte, ab. „Ich erwarte nun von der Union, dass sie sich auch in der Familienpolitik bewegt. Familien wollen gute Kitas und das wird auch etwas kosten“, sagte Manuela Schwesig.

Das Betreuungsgeld, von der SPD auch als „Herdprämie“ bezeichnet, ist umstritten. Das Gesetz trat am 1. August 2013 in Kraft – zusammen mit dem Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung. Die Bundesregierung wollte durch die beiden neuen Gesetze Eltern so die Wahl- und Gestaltungsfreiheit bei der Betreuung der Kleinkinder eröffnen. Von Gegnern wird jedoch kritisiert, dass das Betreuungsgeld „gesellschaftlich rückwärtsgewandt“ sei und das Geld komplett in den Ausbau der Kindertagesstätten gehöre. Es schaffte für Frauen Anreize, nach der Geburt ihres Kinders länger nicht mehr dem Beruf nachzugehen – und das mindere wiederum spätere Berufschancen.

Ein Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz in einer Kindertageseinrichtung oder in der Kindertagespflege besteht ebenfalls seit dem 1. August 2013. Gemeinsames Ziel von Bund, Ländern und Kommunen ist ein bedarfsgerechtes Angebot an Betreuungsplätzen für Kinder in den ersten drei Lebensjahren. Zwar wurden in den vergangenen Jahren erhebliche Anstrengungen unternommen, um ein bedarfsgerechtes Angebot an Plätzen einzurichten – aber nicht überall reichen derzeit die Plätze.

Bild: Thinkstock / iStock

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