Martinsfest

Nach der Kritik der Linken wird deutlich: St. Martin ist ein beliebtes Fest mit Tradition

„Sankt Martin ritt durch Schnee und Wind, sein Ross, das trug ihn fort geschwind…“ oder „Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne“ heißt es bald wieder aus vielen Kinderkehlen. Am Dienstag dem 11. November ist Martinstag – verbunden mit vielen von Schulen, Kindergärten und Vereinen organisierten Laternenumzügen. An dieser Tradition ändert auch Rüdiger Sagel, Landeschef der Linken in Nordrhein-Westfalen nichts, auch wenn der das Martinsfest nicht mehr zeitgemäß fand, wie er bereits 2013 sagte.

Welle des Protests nach Sagel Kritik

Sagel hat nach seiner Kritik am Martinsfest jedoch letztes Jahr schwer einstecken müssen. Der Politiker hatte unter anderem gesagt, dass mit dem Brauch auch muslimischen Kindern christliche Traditionen aufgedrängt würden, und löste damit eine Welle des Protestes – nicht nur in der Politik – aus. So berichten mehrere überregionale Zeitungen, dass es in verschiedenen Städten zu empörten Reaktionen gekommen sei.

Der Zentralrat der Muslime äußerte sich ebenfalls, setzt sich nach Zeitungsberichten aber ganz klar für den christlichen Martin ein und widersprach somit dem Linken-Politiker. Schließlich sei sein Leben auch für Muslime vorbildlich und deshalb sei muslimischen Kindern selbstverständlich die Teilnahme an St. Martinszügen erlaubt.

Zentrale Figur des Festes ist St. Martin, der einer 1700 Jahre alten Überlieferung zufolge, als römischer Soldat bei Amiens seinen Mantel mit einem frierenden Bettler geteilt haben soll.

An und um den Martinszug herum finden allerorts Martinsumzüge, meistens verbunden mit dem Nachspielen der Szene – statt. Alleine in Köln wurden in letztem Jahr über 230 Martinszüge genehmigt, die auf mehrere Tage verteilt werden. Der christliche Brauch ist also auch im 21. Jahrhundert längst noch nicht aus der Mode – und die christlichen Werte, die St. Martin gelebt hat, sind ebenfalls noch zeitgemäß. Ganz gleich, welcher Religion man angehört.

Bildquellen
Artikelbild: © panthermedia.net | Barbara Gromadzki

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