Väter wollen mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen

Kind und Karriere – gab es diese Doppelbelastung früher in erster Linie nur für ambitionierte Power-Frauen, so ändern sich nun die Zeiten. Zwar arbeiten immer noch mehr als 90 Prozent der erwerbstätigen Väter in Vollzeit, aber der Wunsch nach mehr freier Zeit für die Familie wird immer lauter – und auch von der Politik unterstützt.

Mehr teilzeitarbeitende Männer: Tendenz ist steigend

Die Karriere und das berufliche Fortkommen war früher eigentlich Sache der Väter, während Mütter sich um die Kinder kümmerten und dazu möglicherweise noch Teilzeitjobs hatten. Die Zeit der Wochenend-Papas scheint jedoch immer mehr abzulaufen, denn immer mehr Väter wollen auch in der Woche Zeit mit ihren Familien verbringen. Und immer mehr Männern gelingt es, diesen Wunsch auch zu verwirklichen.

Sigmar Gabriel, SPD-Chef, Vizekanzler und Bundeswirtschaftsminister, ist ein prominentes Beispiel dafür. Trotz seiner vielen Aufgaben ist er einmal in der Woche mit dem Abholen der kleinen Tochter aus der Kita dran. Denn seine Frau ist ebenfalls berufstätig.

Immer mehr Väter, die durchaus auch in Führungspositionen tätig sind, legen sich ihre Termine so, dass auch schon mal ein freier Nachmittag für den Nachwuchs bleibt oder man an der Weihnachtsfeier im Kindergarten teilnehmen kann. Und die Tendenz ist steigend.

Die Zahl der männlichen Teilzeitbeschäftigten wächst. Die Politik reagiert auf diese Entwicklung und hat im Koalitionsvertrag verschiedene Verbesserungen für teilzeitarbeitende Eltern vorgesehen. Wer wegen der Betreuung von Kindern von Vollzeit auf Teilzeit wechselt, der soll künftig die Möglichkeit bekommen, seine Stunden zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufzustocken.

Mit dieser Maßnahme soll Vätern die Angst davor genommen werden, dass der Weg in die Teilzeit eine Einbahnstraße ist. Geplant ist außerdem ein Zuschlag beim Elterngeld, wenn Mama oder Papa die Arbeitszeit reduzieren.

Bildnachweis: shalamov / iStock


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