Sternsinger: Kinder sammeln für Kinder Spenden

Einer der ältesten katholische Bräuche ist das Dreikönigssingen oder auch Sternsingen genannt. Es handelt sich dabei nach Angaben des Kindermissionswerks um die weltweit größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder. Das Dreikönigsfest ist immer am 6. Januar. Um diesen Termin herum ziehen Mädchen und Jungen als Könige verkleidet von Haus zu Haus und sammeln Geld für soziale Projekte.

Kleine Dreikönigssinger freuen sich auch über Süßigkeiten an den Haustüren

Singend wird von den Sternsingern oder Dreikönigssingern die Geburt Christi an den Haustüren verkündet. Die Kinder schreiben mit Kreide die Buchstaben „C + M + B“ und die Jahreszahl an die Tür – die Kürzel mit den Anfangsbuchstaben der Heiligen drei Könige Caspar, Melchior und Balthasar stehen für den Satz „Christus mansionem benedicat“, der übersetzt bedeutet: Christus segne dieses Haus.

Kardinal Joachim Meisner hat die bundesweite Sternsingeraktion des Jahres 2014 bereits in dieser Woche eröffnet. Rund 4000 Kinder, die als Heilige Drei Könige verkleidet waren, kamen dazu in den Kölner Dom. Das Erzbistum Köln ist dieses Mal zum dritten Mal Gastgeber für den Aktionsauftakt der Sternsinger, der jedes Jahr von einem anderen Bistum ausgerichtet wird. In diesen Tagen nun ziehen in allen deutschen Bistümern Sternsinger von Haus zu Haus, um Spenden für Not leidende Kinder auf der ganzen Welt zu sammeln.

Das Motto der diesjährigen Aktion lautet „Segen bringen, Segen sein. Hoffnung für Flüchtlingskinder in Malawi und weltweit“. Die Sternsinger sammeln natürlich in erster Linie Geld für arme und bedürftige Kinder, freuen sich selbst aber auch für eine Anerkennung in Form von Süßigkeiten.

Schließlich sind die jungen Dreikönigssinger auch bei Wind und Wetter unterwegs. Die Organisatoren hoffen, dass die Spendenbereitschaft der Menschen nicht wegen des Finanzskandals um den Limburger Bischof gesunken ist und viel Geld für den guten Zweck zusammenkommt.


Bildnachweis: JoseGirarte / iStock

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