Mehr Nachhilfe in der Muttersprache nötig

Nicht nur Kinder aus Zuwandererfamilien sind betroffen, sondern auch immer mehr deutsche Kinder im Kindergartenalter brauchen verstärkt Nachhilfe in ihrer Muttersprache. Das zeigen zunehmend die Sprachstanderhebungen, bei denen der Nachwuchs unter anderem Wörter nachsprechen, Bilder beschreiben und frei erzählen oder Sätze vervollständigen muss.

In Berlin muss jedes zehnte Kind gefördert werden

Die Zahlen aus der Bundeshauptstadt sind alarmierend. In Berlin ist inzwischen fast jedes Kind auf Sprachförderung angewiesen. Das ist das Ergebnis des Sprachtests der Berliner Senatsverwaltung in diesem Jahr. Die Deutschkenntnisse der Kita-Kinder werden von der Senatsverwaltung seit 2006 überprüft.

Bei sprachlichen Defiziten setzt eine gezielte Förderung ein, damit später in der Schule keine zusätzlichen Lernschwierigkeiten auftreten. Und auch in Köln kommt die aktuelle Sprachstanderhebung zu einem schlechten Ergebnis. 21 Prozent der Kinder aus rein deutschsprachigen Familien sprechen nur schlecht Deutsch.

Kinderarmut und Vernachlässigung sind nach Meinung von Experten zwei Gründe für die unzureichenden Sprachfähigkeiten. Damit Kinder frühzeitig für die deutsche Sprache begeistert und damit die Bildungschancen verbessert werden, hat Microsoft eine bundesweite Bildungsinitiative eingerichtet:

  • „Schlaumäuse – Kinder entdecken Sprache“

Bereits im Jahr 2003 wurde diese Initiative unter der Schirmherrschaft des Familienministeriums gegründet. Mit der kostenlosen Sprachlernsoftware können Kinder ihren Wortschatz erweitern und etwaige Sprachdefizite ausgleichen.

Das mehrfach preisgekrönte Programm wird inzwischen deutschlandweit von über 9 000 Kindergärten und Grundschulen erfolgreich genutzt. Von Erziehern, Pädagogen und Lehrern wird das Schlaumäuseprogramm für sehr sinn- und wertvoll gehalten – und das eben nicht nur im Kitabereich, sondern auch im Grundschulbereich.

Bildnachweis: iStock / thinkstockphotos.de

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