Kreditkarte für Kinder

Umstritten: Kreditkarten für den Nachwuchs

Bargeldloses Bezahlen in Geschäften oder Restaurants ist für Erwachsene heutzutage eine Selbstverständlichkeit. Nun gibt es aber einen neuen Trend im Bereich Finanzen, der den Nachwuchs betrifft: Kreditkarten für Kinder. Experten sehen die aufladbaren Prepaidkarten für Minderjährige allerdings durchaus skeptisch.

Den Bezug zum physischen Geld nicht verlieren

Für Eltern von Kindern ab sieben Jahren stellt Wüstenrot nach einem Bericht von bild.de bereits Kreditkarten zur Verfügung. Die HypoVereinsbank/Unicredit ist ab zwölf Jahren dabei, die Postbank und die Commerzbank ab 14 Jahren. Eltern, die von dem Angebot hören, fragen sich, ob eine solche Karte sinnvoll ist.

Auf der einen Seite lernen Kinder schließlich so schon früh das bargeldlose Bezahlen und gehen einfach mit der Zeit, auf der anderen Seite geben Erziehungspsychologen zu bedenken, dass Kinder, gerade im Grundschulalter, unbedingt einen Bezug zu physischem Geld haben sollen. Der Umgang mit Scheinen und Münzen muss schließlich gelernt werden. Sie empfehlen, Kinder ab der Pubertät an bargeldlose Zahlungsmittel heranzuführen.

Das Problem bei dem bargeldlosen Zahlen sei die Verführbarkeit eben durch die Verfügbarkeit. Der Bezug zu echtem Geld könne verloren gehen. Es drohe die Gefahr, dass Sachen gekauft werden, die eigentlich überhaupt nicht benötigt werden, weil Kinder schlechter einschätzen könnten, dass das Geld begrenzt ist.

Zu den Vorteilen der Prepaidkarten gehört allerdings sicherlich, dass sie nur bis zu einem gewissen Limit belastet werden können. Kinder können zum Beispiel auf Klassenreisen überall unkompliziert bezahlen, ohne dass dabei aber Schulden aufgebaut werden. Im schlimmsten Fall ist das Limit eben einfach ausgeschöpft, ist Ebbe in der Kasse hinter der Kreditkarte. Und der Nachwuchs übt natürlich durch das Benutzen von Prepaidkarten den Umgang mit modernen Zahlungsmitteln schon recht früh.

Quelle: thebetterdays.de

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