Ist ein Klaps okay? Neue Diskussion über Bestrafungen

Gegen einen Klaps sei nichts einzuwenden, es sei sogar manchmal das Beste, was man machen könne. Mit dem Geständnis, diese umstrittene Erziehungsmethode gelegentlich angewandt zu haben und auch in einer leichten Form in Ordnung zu finden, hat der australische Premierminister Tony Abbott eine Debatte losgetreten – und das nicht nur im eigenen Land.

Zu viel „politische Korrektheit“?

Nicht nur in Sydney wird über die Aussage Abbotts diskutiert. Das Eingeständnis, den eigenen Töchtern, die inzwischen erwachsen sind, früher durchaus mal einen Klaps gegeben zu haben, sorgt auch über Australiens Grenzen hinaus für Diskussionsstoff.

Die Kinderrechtskommission der Vereinten Nationen ist besorgt über eine solche Aussage. Für Abbott ist diese Erziehungsmethode jedoch normal, die „politische Korrektheit“ werde manchmal einfach zu extrem betrieben, sagte der Premierminister dem Fernsehsender Channel Seven.

Mit seiner Äußerung hatte der Regierungschef Australiens auf einen Bericht des Kinderrechtsbeauftragten des Landes reagiert. Die Kinderrechtskommission der Vereinten Nationen hatte sich nämlich dafür stark gemacht, die körperliche Bestrafung von Kindern in Australien zu verbieten. Bislang gibt es ein solches Gesetz noch nicht – und darüber hatte sich die Uno besorgt gezeigt.

Offiziell ist bis heute nicht verboten, Kinder in Schulen und Kindergärten Australiens körperlich zu bestrafen. Nach dem Bericht des Kinderrechtsbeauftragten hatte Abbott sich öffentlich wie folgt geäußert: „Ich gehöre vermutlich zu diesen ’schuldigen‘ Eltern, die ihre Kinder gelegentlich gezüchtigt haben – ein ganz leichter Klaps, muss ich sagen.

Alle Eltern wissen, dass ein Klaps manchmal das Beste ist, was man machen kann, aber es sollte ihnen nie wehtun.“ Inzwischen berichten immer mehr internationale Medien über diese Aussage.

Quelle: www.spiegel.de
Bild: iStock/castillodominici

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