Kinder im Auto besonders sichern

Vor 20 Jahren wurde erstmalig in Deutschland vorgeschrieben, dass Autofahrer Kinder im Fahrzeug besonders sichern müssen. Darauf macht der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) aufmerksam und appelliert in diesem Zusammenhang nochmal an alle Autofahrer, ihrer Verantwortung nachzukommen und bei jeder Fahrt für einen wirkungsvollen Schutz aller mitgenommenen Kinder zu sorgen – und das ohne irgendwelche Ausnahmen.

Kindersitze: Der richtige Sitz für jede Gewichtsklasse

Durch eine Änderung der Straßenverkehrsordnung (StVO) wurde vor mittlerweile zwei Jahrzehnten festgelegt, dass Kinder bis zum vollendeten zwölften Lebensjahr, die kleiner als 150 Zentimeter sind, in Autos nur mitgenommen werden dürfen, wenn „amtlich genehmigte und für das Kind geeignete Rückhalteeinrichtungen“ benutzt werden. Die Kindersitze haben sich seither ständig weiter entwickelt.

Heute unterscheidet man je nach Gewicht des Kindes die verschiedenen Arten von Sitzen: Bei den Kleinsten werden zum Beispiel Babyschalen benutzt, die rückwärts zur Fahrtrichtung eingebaut werden. Manche Eltern montieren diese Babyschale auf dem Beifahrersitz. So ist während der Fahrt ein kurzer Blickkontakt leichter möglich. Allerdings muss der Beifahrer-Airbag deaktiviert werden, weil dieser bei rückwärts gerichteten Babyschalen die kleinen Insassen verletzen kann. Hosenträger- oder Fünfpunktgurt halten Kinder in der Gewichtsklasse I (9 bis 18 Kilogramm) im Sitz. Auch werden in dieser Gewichtsklasse Sitze mit Fangkörper-System angeboten.

In den Gewichtsklasse II und III (15 bis 25 Kilogramm beziehungsweise 22 bis 36 Kilogramm) gibt es in erster Linie Sitzerhöhungen mit Rücken- und Seitenstützen. Bei diesen Modellen wird der Nachwuchs meistens direkt mit dem Dreipunktgurt gesichert. Die Experten des DVR weisen darauf hin, dass es sinnvoll sei, Sitzerhöhungen erst bei Kindern ab vier Jahren zu benutzen. Außerdem sollte nicht auf die Rückenstützen verzichtet werden, da die Kinder bei einem Unfall so einfach besser geschützt seien.

„Isofix“- Befestigungssysteme werden von den Experten für sinnvoll gehalten. Hier handelt es sich um Halterungen, die fest im Fahrzeug eingebaut sind. In diese Halterungen wird der Kindersitz mit entsprechenden Gegenstücken eingerastet.

Bildnachweis: iStock (thinkstockphotos.de)

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