Gehirnerschütterungen auch trotz eines Helmes möglich

Auch wenn Eltern ihre Kinder gerne vor allem schützen möchten: Stürze und Zusammenstöße lassen sich leider nicht immer vermeiden. Wenn ein Kind einen Unfall hatte, bei dem der Kopf getroffen wurde, sollten Eltern auf Anzeichen einer Gehirnerschütterung achten, und das auch, wenn ein Helm getragen wurde. Diese schützt zwar beim Radeln, Skaten oder Skifahren vor Schädelfrakturen und schweren Hirn-Verletzungen, aber zu Gehirnerschütterungen kann es trotz dieses Schutzes noch kommen.

Gehirnerschütterung bei Kindern:
Es gibt verschiedene Symptome

Typische Symptome einer Gehirnerschütterung sind Kopfschmerzen und Übelkeit mit Erbrechen. Aber es gibt noch andere Anzeichen, wie zum Beispiel Gleichgewichts- sowie Konzentrationsprobleme oder Licht- und Geräuschempfindlichkeit.

Auch kann sich eine Gehirnerschütterung durch Gereiztheit, Nervosität, Schlafprobleme oder sogar Niedergeschlagenheit äußern. Bei einem Verdacht sollte das Kind daher unbedingt dem Kinder- oder Jugendarzt vorgestellt werden.

Im Falle einer Gehirnerschütterung ist Ruhe die wichtigste Maßnahme, das Gehirn muss geschont werden, damit sich die durch den Aufprall geschädigten Nervenzellen wieder selbst reparieren können.

Sämtliche Aktivitäten, wie zum Beispiel Sport, aber auch Schularbeiten, Lesen und Fernsehen oder das Spielen am Computer sollten unterlassen werden. Erst nach und nach sollen diese körperlichen wie geistigen Tätigkeiten wieder aufgenommen werden. Und sie sollen auch langsam – und das in Absprache mit dem Arzt – wieder in der Dauer und Intensität gesteigert werden. Da sich das Gehirn von Kindern und auch Jugendlichen noch im Wachstum befindet, brauchen sie in der Regel auch eine längere Erholungsphase als Erwachsene. Wiederholte Gehirnerschütterungen verlängern übrigens die Erholungszeit deutlich.

Quelle: Fachzeitschrift Kinder Praxis (liegt bei Ärzten aus)
Bild: iStock / thinkstockphotos.de

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