„Kinderfreundliche Kommunen“: Köln ist mit dabei

Die Rechte für Kinder und Jugendliche sollen künftig noch stärker im Fokus stehen: Die Stadt Köln hat in dieser Woche als erste deutsche Großstadt eine Vereinbarung mit dem Verein „Kinderfreundliche Kommunen e.V.“ abgeschlossen. Damit bekennt sich die Rheinmetropole auf lokaler Ebene zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention.

Ganztags-Ausbau an Schulen und Kinderbetreuung vom Rotstift verschont

Köln gehört zu den deutschen Städten, die seit Jahren nicht vor einem harten Sparkurs verschont werden. Gerade in NRW unterliegen bekanntlich zahlreiche Kommunen dem Sparzwang. Aber trotz des Einsatzes des Rotstiftes wurden in Köln im vergangenen Jahrzehnt zwei Bereiche nicht angetastet: nämlich der Ganztags-Ausbau an Schulen und die Kinderbetreuung.

Die Kinderfreundlichkeit ist der Stadt sehr wichtig, das Augenmerk liegt hier auf Chancengleichheit und frühe Bildungsmöglichkeiten. Außerdem wird die junge Generation in Entscheidungsprozessen beteiligt, verschiedene Ideen von Kindern wurden bereits umgesetzt. „Kinder an die Macht“ hat Herbert Grönemeyer vor vielen Jahren einmal musikalisch gefordert. Ganz so sieht es zwar auch in Köln nicht aus, aber die junge Generation wird hier mit eingebunden – und das durch die Vereinbarung jetzt noch stärker.

Das Projekt „Kinderfreundliche Kommunen“ wird durch den Verein „Kinderfreundliche Kommunen e.V.“ getragen. Dieser wurde wiederum vom Deutschen Komitee für UNICEF und dem Deutschen Kinderhilfswerk gegründet. Die Städte und Gemeinden werden auf ihrem Weg zur „Kinderfreundlichen Kommune“ begleitet und für erfolgreiche Arbeit ausgezeichnet.

Bei dem Vorhaben stehen unter anderem die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen, die kinderfreundliche Rahmengebung, die Interessenvertretung für Kinder, ein ausgewiesener Kinder- und Jugendetat der Vorrang des Kindeswohl und der regelmäßige Bericht der Kommune auf der Agenda. Die Pilotphase läuft bereits seit dem vergangenen Jahr. Neben Köln sind derzeit Regensburg, Wolfsburg, Weil am Rhein, Hanau und Senftenberg dabei.

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