Kind Streßsymptome

Immer mehr Kinderseelen erkranken

Die Zahl der seelischen Erkrankungen von Kindern und Jugendlichen in Deutschland steigt. Rund vier Millionen junge Menschen seien psychisch krank und etwa die Hälfte von ihnen müsste nach einem Bericht der Deutschen Wirtschafts Nachrichten medizinisch behandelt werden. Unkenntnis oder auch Scham sorgen jedoch dafür, dass der Gang zum Arzt oftmals ausbleibt.

Akzeptanz der Individualität und emotionale Zuwendung sind wichtig

Es sind erschreckende Zahlen, denn Experten rechnen damit, dass bis zum Jahr 2020 die Zahl der psychischen und psychosomatischen Erkrankungen im Kindesalter international auf über 50 Prozent ansteigen wird, so die Aussage der Stiftung für psychische Gesundheit von Kindern in dem Beitrag.

Die psychischen Erkrankungen zögen sich quer durch alle Altersklassen, seien jedoch je nach Altersklasse unterschiedlich. Häufiges Schreien und Schwierigkeiten beim Essen seien bei Säuglingen und Kleinkindern oftmals Anzeichen.

Trennungsangst und Lernprobleme sowie aggressives Verhalten können unter anderem bei Kindergartenkindern und Schulkindern Anzeichen für eine seelische Erkrankung sein.

Laut Stiftung sind die am häufigsten vorkommenden seelischen Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen Angststörungen, depressive Störungen, Essstörungen und Aufmerksamkeitsdefizit bzw. Hyperaktivitätsstörungen (ADHS). Fachleute betonen, dass man die Erkrankung an einer psychischen Störung grundsätzlich nicht nur auf eine einzige Ursache zurückführen könne. Eine große Rolle spielten jedoch das soziale Umfeld der Kinder und Jugendlichen sowie die familiären Verhältnisse.

Auch eine materielle Benachteiligung habe Folgen. Das Robert-Koch-Institut hat beobachtet, dass Kinder aus benachteiligten Familien anfälliger für psychische Probleme und Entwicklungsstörungen seien. Eine Rolle bei seelischen Erkrankungen spielen unter anderem auch ein hoher schulischer Druck sowie der steigende Medienkonsum.

Bei Verdacht auf eine psychische Erkrankung sei es sehr wichtig, dass richtig diagnostiziert und behandelt werde. Vorschnelle Verordnungen von Psychopharmaka seien nicht der richtige Weg. Vielmehr fordern Fachleute mehr Prävention sowie kindgerechte Anforderung sowie auch die Akzeptanz von Individualität. Und ganz wichtig natürlich ist die emotionale Zuwendung und Unterstützung.

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