Inklusive Bildung ist ein Menschenrecht

Inklusive Bildung ist ein Menschenrecht. Schüler mit Behinderungen sollen gleichberechtigt lernen dürfen. Seit Jahren wird über das Thema Inklusion diskutiert – insbesondere seit dem Inkrafttreten der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen 2009.

Inklusion im Bildungsbereich bedeutet, dass allen Menschen die gleichen Möglichkeiten offen stehen, an qualitativ hochwertiger Bildung teilzuhaben und ihre Potenziale entwickeln zu können, „unabhängig von besonderen Lernbedürfnissen, Geschlecht, sozialen und ökonomischen Voraussetzungen“.

Fachleute diskutieren und entwickeln Leitlinien

In der UN-Konvention ist die gleichberechtigte Teilhabe von behinderten Menschen am gesellschaftlichen Leben festgeschrieben und damit auch das Recht auf gemeinsame Erziehung und Bildung – Stichwort Inklusion. Aber Eltern und Pädagogen sind sich längst nicht einig bei diesem Thema, oftmals werden Förderschulen für sinnvoller als Inklusion gehalten.

Das Konzept Förderschule wird jedoch oft als diskriminierend und stigmatisierend verurteilt, weil es Kinder mit Behinderungen ausschließe. Durch das Inklusionskonzept würden alle Schulen gezwungen, Kinder individuell nach ihren Möglichkeiten zu fördern. Auch die Kinder ohne Behinderung würden von der Inklusion im Bereich der Sozialkompetenz profitieren. Es gibt schon einige Schulen in Deutschland, wo bereits positive Erfahrungen gemacht wurden. Im europäischen Vergleich ist Deutschland jedoch bei der Umsetzung inklusiver Bildung immer noch eines der Schlusslichter.

UNESCO Gipfel: Inklusion – Die Zukunft der Bildung

Nun kommt wieder Bewegung in die Sache. Die Deutsche UNESCO-Kommission veranstaltet am 19. und 20. März 2014 den Gipfel „Inklusion – Die Zukunft der Bildung“ in Bonn. Er richtet sich an Vertreter aus Politik, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Praxis.

Auf dem Gipfel sollen Fortschritte und Herausforderungen der inklusiven Bildung in Deutschland diskutiert werden. Außerdem sollen Leitlinien für die weitere Umsetzung erarbeitet und eine Selbstverpflichtung der Teilnehmer verabschiedet werden. Experten können sich bis zum 15. Dezember registrieren lassen.

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