Mutterschaftsgeld: Wie viel steht mir wie lange zu?

Bei aller Vorfreude aufs Kind muss auch das Finanzielle geklärt sein

[dropcap]W[/dropcap]enn ein Baby unterwegs ist, ist das natürlich erst einmal großer Grund zur Freude. Aber in die Vorfreude mischen sich verständlicherweise auch finanzielle Fragen. Denn der Nachwuchs kostet Geld – und in der beruflichen Pause muss man ebenfalls über die Runden kommen. Es gibt Regelungen für den Mutterschutz und Mutterschaftsurlaub. Nachfolgend haben wir einige der häufigsten Fragen und Antworten zusammengestellt.

Wie hoch ist das Mutterschaftsgeld und wie lange wird es gezahlt?

  • Für schwangere Frauen, die sich im Angestellten-Verhältnis befinden, gelten laut Mutterschutzgesetz Zeiten, in denen sie nicht arbeiten müssen beziehungsweise es auch nicht dürfen: sechs Wochen vor und acht Wochen nach der Geburt des Babys. Bei Früh- und Mehrlingsgeburten liegt die Zeit nach der Geburt bei zwölf Wochen. In dieser Zeit wird Mutterschaftsgeld gezahlt.
  • Während des Mutterschutzes haben Sie finanziell keine Einbußen, denn normalerweise bekommen Sie netto das gleiche Geld wie vorher auch. Bei gesetzliche Versicherten übernimmt die Krankenkasse bis zu 13 Euro am Tag, der Arbeitgeber legt den Rest drauf, bis die Summe erreicht ist, die dem durchschnittlichen Netto-Verdienst der vergangenen drei Monate entspricht.
  • Eine ähnliche Regelung gilt auch bei privat versicherten Frauen. Allerdings müssen sie mit etwas weniger Geld rechnen. Die privaten Krankenkassen rechnen nicht mit einem Tagessatz, vielmehr gibt es einmal 210 Euro vom Bundesversicherungsamt (www.mutterschaftsgeld.de). Der Arbeitgeber muss seinen Zuschuss aber so berechnen, als wenn Sie gesetzlich versichert wären.
  • Bei geringfügig Beschäftigten sieht das Ganze jedoch anders aus. Sie erhalten lediglich eine Einmalzahlung in Höhe von 210 Euro. Wer persönlich Mitglied einer gesetzlichen Krankenversicherung ist, muss sich an seine Krankenkasse wenden, ansonsten übernimmt das Bundesversicherungsamt die Einmalzahlung (bei nicht selbst in der gesetzlichen Krankenversicherung pflicht- oder freiwillig-Versicherten).
  • Ganz wichtig ist für alle Frauen: Das Mutterschaftsgeld muss beantragt werden, bei gesetzlich Versicherten bei der Krankenkasse. Dieses erledigt man am besten schon frühzeitig. Bereits vorm Beginn des Mutterschutzes sollte man sich mit dem Papierkram und den Formalitäten vertraut gemacht haben. Viele Hilfen findet man dazu auch im Internet in verschiedenen Foren, zum Beispiel auch hier: (www.finanzfrage.net/frage/wie-viel-geld-verdient-man-im-mutterschaftsurlaub). Wenn alle notwenigen Unterlagen schon frühzeitig bereit liegen, klappt der Übergang vom normalen Gehalt zum Mutterschaftsgeld einfach besser.

Wie viel Mutterschaftsgeld gibt es für Selbstständige oder für Hausfrauen?

  • Selbstständige erhalten nicht immer Mutterschaftsgeld. Das hängt von der Art der Versicherung ab. Frauen, die freiwillig gesetzlich versichert sind und auch Anspruch auf Krankengeld haben, steht Mutterschaftsgeld zu – und zwar in der Höhe des Krankengelds. Frauen sollten sich mit ihrer Krankenkasse in Verbindung setzen, um in Erfahrung zu bringen, wie viel Geld ihnen zusteht.
  • Keinen Zuschuss gibt es für Vollzeit-Hausfrauen: Wer als ein Familienmitglied über den Ehemann in der gesetzlichen Krankenkasse mitversichert ist, hat einen Anspruch auf Mutterschaftsgeld.

Bild: iStock / thinkstockphotos.de





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