10 Muntermacher für Mütter

[dropcap]J[/dropcap]ede Mutter (und sicher auch so mancher Vater) weiß: Das Leben mit einem Baby, oder Kleinkind, ist zwar ein wunderbares Unterfangen und eine große Freude, die mit nichts auf der Welt vergleichbar ist, doch Schlafmangel, ständige Aufmerksamkeit und die Dauerbereitschaft, dem Knirps jeden Wunsch von den Kulleraugen abzulesen, sorgen irgendwann unweigerlich für den sehnlichen Wunsch nach Ruhe, Erholung, Ablenkung und etwas Zeit für sich selbst. Irgendwann sind die Akkus einfach leer. Und dann ist es wichtig, möglichst schnell Abhilfe zu schaffen, Kraft zu tanken und Körper, Seele und Geist wieder in Einklang zu bringen. Denn wenn Sie erholt und ausgeglichen sind, tun Sie damit nicht nur sich, sondern auch Ihrem Kind etwas Gutes.

01. Treffen mit Freunden

Gerade in der ersten Zeit nach der Geburt leben junge Familien oftmals sehr isoliert. Die Zeiten, in denen man Nachts mit Freunden um die Häuser gezogen ist, sind nun ein für alle Mal vorbei. Und was Freundschaften betrifft, trennt sich nun die Spreu vom Weizen. Gerade deshalb ist es so wichtig, die Beziehung zu guten Freunden zu pflegen. Ein gemütliches Beisammensein, ein Videoabend, oder einfach ein gutes Gespräch mit der besten Freundin helfen, die eigenen Sorgen und Ängste zu teilen und tragen außerdem zur Entspannung bei.

02. Ausgedehnte Spaziergänge

Ein weiteres Wundermittel aus der Entspannungs-Trickkiste sind ausgedehnte Spaziergänge in der Natur. Ob allein, oder in Gesellschaft, helfen sie dabei, die Batterien wieder aufzuladen und Ordnung im eigenen Oberstübchen zu schaffen. Es gibt wenige Dinge zwischen Himmel und Erde, die so erholsam sind wie ein Spaziergang in freier Natur. Dies bietet Zeit und Muße, die Gedanken einfach mal schweifen zu lassen und nur sich selbst und der schönen Umgebung Aufmerksamkeit widmen zu müssen. Gerade in Großstädten ist es natürlich häufig schwierig mal kurz in das Naturschutzgebiet um die Ecke zu gehen. Doch hier können zur Not auch Parks und öffentliche Grünanlagen die nötige Abhilfe schaffen.

03. Mittagsschlaf der Kleinen für eigene Pause nutzen

Wer kennt das nicht: Der Junior wurde vom Sandmännchen überwältigt und hält selig sein Mittagsschläfchen. Doch im Haushalt warten noch derart viele unerledigte Aufgaben, die gerade jetzt förmlich nach Aufmerksamkeit lechzen und erledigt werden wollen. Ein guter Rat: Tun Sie es nicht! Denn die kurzen Zeitspannen in denen Ihr Kind schläft, sollten auch Sie dringend zur Regeneration nutzen, anstatt krampfhaft alles erledigen zu wollen, was zuvor liegen geblieben ist. Ein Haushalt mit Kind macht das Leben zwar schöner, bunter und lebenswerter, doch die Hausarbeit ist hier nie komplett erledigt. Und wenn doch, dann geht es spätestens am nächsten Tag wieder von vorne los. Gewöhnen Sie sich einfach daran!

04. Teilnahme an Mutter-Kind-Gruppen

Gerade für frischgebackene Eltern ist es enorm wichtig, die Gesellschaft von Menschen zu suchen, welche momentan in einer ähnlichen Situation sind. Eine hervorragende Gelegenheit hierfür bieten sogenannte Mutter-Kind-Gruppen, in denen sich, vormals fremde, Frauen mit ihren Kindern zu einem geselligen Zusammensein treffen und über Themen des alltäglichen Lebens mit Kindern austauschen. Dies bietet nicht nur den Müttern die Gelegenheit, sich mit anderen Frauen zu unterhalten und neue Kontakte zu knüpfen, sondern bereitet auch den Kindern Freude und gleichwohl die Möglichkeit den Umgang mit Altersgenossen zu erlernen.

05. Richtige Ernährung

Vor allem bei Menschen mit stressigem Alltag (und jeder der sagt, er verspüre bei der Erziehung seiner Kinder stets eine Ruhe wie ein buddhistischer Mönch, der lügt) ist es enorm wichtig, auf eine richtige Ernährung zu achten. Eine ausreichende Versorgung des Körpers mit Vitaminen und Mineralstoffen etc. ist hierbei unerlässlich. Denn eine ungesunde Lebensweise schlägt sich auch unmittelbar auf das Gemüt nieder und nicht umsonst heißt es: In einem gesunden Körper, wohnt auch ein gesunder Geist.

06. Familie mit einspannen

Selbst Workaholics und Menschen mit einem vollen Terminkalender haben hin und wieder die Möglichkeit am Wochende auszuspannen, oder bei Bedarf einfach mal ein paar Tage Urlaub zu nehmen. Eltern genießen derlei Previlegien nicht! Die Betreuung eines Kindes oder gar Säuglings, verlangt eine Dauerbereitschaft. 24 Stunden am Tag. 7 Tage die Woche. Deshalb ist es wichtig, früh genug Personen mit ins Boot zu holen, die das kleine Wunder auch mal für eine gewisse Zeit beaufsichtigen können, damit man als Mutter Zeit für sich selbst und den Partner findet. Besonders gut eignen sich hierfür beispielsweise die Großeltern. Diese freuen sich in aller Regel abgöttisch über den Besuch des Nachwuchses. Ebenso wie die Eltern sich über die freie Zeit zum Regenerieren. Ein sogenannte WIN-WIN-Situation also.

07. Meditation & Yoga

Eine andere gute Methode um Körper, Seele und Geist in Balance zu halten, um „in seiner Mitte“ zu bleiben, sind Meditation und Yoga. Bei der Meditation geht es darum, den „Geist zu entleeren“ und quasi bewusst einen Zustand des „Nicht-Denkens“ herbei zu führen. Es erfordert sicherlich einige Übung, den Alltag und die damit verbundenen Probleme loszulassen, birgt aber den gewaltigen Vorteil, dass es weder viel Zeit in Anspruch nimmt, noch einer Mitgliedschaft in einem Verein Bedarf. Nehmen Sie sich einfach eine Viertelstunde am Tag Zeit, um zu meditieren und Sie werden sich danach mit neuer Kraft ihrem Sprössling zuwenden können.

08. Eigene Hobbys und Interessen

Auch wenn ein Kind, gerade in den ersten Lebensjahren, fast all unsere Kraft und Ressourcen abverlangt, so ist es doch wichtig, Raum für sich selbst zu lassen. Dies fällt einigen Müttern, speziell in den ersten Lebensmonaten des Kindes besonders schwer, ist aber immens wichtig. Denn sonst besteht allzu schnell die Gefahr zu vergessen, dass man auch noch eine eigenständige Person ist und nicht nur Mama. Treffen Sie sich also auch weiterhin mit ihrer besten Freundin zum Squash, oder betreiben Sie Sport. Dies sorgt nicht nur für einen Ausgleich zum stressigen Alltag, sondern auch dafür, dass die sozialen Kontakte nicht ganz abreissen.

09. Berufliche Ziele & Weiterbildung

Dieser Punkt ist zugegebenermaßen nicht für jeden und in allen Lebensphasen realisierbar. Es kommt ganz auf die persönlichen Lebensbedingungen des einzelnen an. Für frischgebackene Mütter und Alleinerziehende wird es oft schwieriger bis unmöglich, sich beruflich zu engagieren, oder weiter zu bilden. Doch sollte der Zeitpunkt günstig erscheinen und sich die Gelegenheit ergeben, nutzen Sie sie ruhig. Es ist nichts falsch daran, Step-by-Step wieder in den beruflichen Alltag zu finden. Denn auch wenn man es zunächst oftmals nicht glauben mag: Das Kind wird größer und wenn Kindergarten und Schule auf den Plan treten, werden auch wieder Kapazitäten für ein berufliches Weiterkommen frei.

10. Zeit mit dem Partner

Dies ist der letzte, aber vermutlich auch der wichtigste Punkt. Nach der Geburt eines Kindes werden junge Familien oftmals bis ans Maximum strapaziert. Es gibt wohl kein Elternpaar, welches die erste Zeit nach der Geburt des Nachwuchses problemlos und mit links wegsteckt. Und auch die Partnerschaft wird zwangsläufig darunter leiden. Auch wenn es durch glückliche, ausgeschlafene, junge Familien in der Cornflakes-Werbung suggeriert werden mag: Es bleibt auch in der Partnerschaft nicht alles beim Alten. Schnell werden sich Mann und Frau nur noch als Mama und Papa fühlen und dies ist ganz normal. Doch es Bedarf zwingend einiger Bemühungen sich Zeit für Zweisamkeit zu schaffen wo immer es geht und auch die eigene Beziehung zu hegen und zu pflegen. Die Geburt eines Kindes ist in jedem Falle ein Härtetest für jede Beziehung. Doch mit einem ausreichendem Maß an gutem Willen, etwas geschaffenem Freiraum und Krativität lässt sich auch diese erste, kritische Phase überstehen. Denn es ist wichtig sich daran zu erinnern, dass ein intaktes Familienleben in erster Linie auch eine intakte Partnerschaft erfordert. Und neben den schönen Stunden zu zweit, bietet eine funktionierende Beziehung allen Mitgliedern der jungen Familie einen Mehrwert. Nämlich den, zu wissen, dass der Sprössling in einer heilen Familie aufwachsen wird, in der Teamwork, Harmonie und Zusammenhalt groß geschrieben werden.

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