Alte Vater

Mit über 50 noch Vater werden: Das sollten Sie wissen

Reife Väter sind in Deutschland nichts Ungewöhnliches mehr, immerhin kommt jedes zwanzigste Kind von einem Vater, der 50 Jahre und älter ist. So für Väter wie auch für die Kinder scheint das kein Problem zu sein, die Gesellschaft ist hier aber einer anderen Meinung und hat in der Regel kein Verständnis für so späte Vaterschaft.

Was bewegt ältere Männer Vater zu werden

[dropcap]D[/dropcap]er häufigste Grund für eine Vaterschaft über 50 ist meistens die Tatsache, dass die reifen Herren eine neue Partnerschaft mit einer jüngeren Frau angehen und mit ihr ein Kind zeugen wollen. Oft kommt es vor, dass diese Männer in einer früheren Beziehung schon Väter waren und seine Kinder erwachsen sind.

Die jüngere Partnerin wünscht sich jedoch ein Kind und somit wird man mit über 50 noch mal Vater.

Darüber hinaus werden Männer spät zu Vätern, weil möglicherweise die eigene Karriere im Weg stand oder weil sie sich früher dazu nicht durchdringen konnten, Vater zu werden und Verantwortung zu übernehmen.

Manchmal konnte man sich ein Kind mit früherer Partnerin einfach nicht vorstellen können und die Beziehung blieb deswegen kinderlos.

Welche Risiken sind mit späterer Vaterschaft verbunden

Man hat bereits anhand einiger Studien beweisen können, dass für Kinder von reifen Männern einige gesundheitliche Risiken bestehen. Es wurde mitunter belegt, dass es einen direkten Zusammenhang zwischen Alter des Vaters und Intelligenz des Kindes gibt. Solche Kinder scheinen an Intelligenz eingebüßt zu haben und erreichten bei einem Test im Schnitt sechs Punkte weniger als Kinder, die von jüngeren Vätern stammten.

Auch das Risiko einer manisch-depressiven Störung wird bei solchen Kindern größer. Des Weiteren hat man herausgefunden, dass mit steigendem Alter des Vaters auch die Gefahr von Autismus und Schizophrenie größer wird.

Gute Vorbereitung ist wichtig

Im Prinzip gibt es kein Handbuch, wie man als älterer Vater mit seinem Kind umgehen soll. Allerdings sollte man einige Grundregeln beachten, die diese Umstellung erleichtern werden. Zuerst sollte man die Zeit mit seiner Partnerin so lange genießen, bis das Kind noch nicht da ist. Später werden Frauen weniger Zeit für den Vater haben, weil die Mutterrolle die meiste Zeit in Anspruch nimmt.

Wenn das Kind noch nicht da ist, sollte man versuchen, den Kontakt mit dem Baby herzustellen. Durch Spüren der Bewegungen im Mutterleib oder durch das direkte Ansprechen des Ungeborenen kann man so einen besseren Draht zum Kind aufbauen. Nach der Geburt sollen Väter die Zeit finden, um das Baby kennenzulernen. Väter sollen versuchen, sich in die Vaterrolle einzuarbeiten, indem sie das Baby waschen, Anziehen oder ihm eine schöne Massage verpassen.

Die Rolle des Vaters kann man nicht wie aus einem Buch lernen, hier heißt es „Learning by doing“. Es gelingt nicht immer auf Anhieb, man muss aber etwas Geduld mitbringen und seine Ansprüche um einiges nach hintern verlegen, dann klappt es bestimmt.

Video des Tages: Späte Elternschaft

Bildquellen
Artikelbild: © panthermedia.net / Monkeybusiness Images

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