Mit dem Familienwagen in den Winter

Die größten Irrtümer bei Winterreifen

Auto im Winter
Auto im Winter

Wenn die Tage wieder kürzer werden und die Temperaturen empfindlich in den Keller fallen, dann stellt sich die alljährliche Frage für den Autofahrer, ob und wann Winterreifen sinnvoll sind. Einige von uns meinen übrigens, aufgrund des Klimawandels eigentlich keine extra Winterreifen zu benötigen. Doch das Bild trügt. Winterreifen sind nicht nur sinnvoll für hoch verschneite Landstriche, sondern besonders dort wo viel auf engem Raum gefahren wird.

Alles über die fünf größten Irrtümer rund um das Thema Winterreifen hat jetzt das Michelin Road Usage Lab zusammengestellt. Dieser Beitrag wurde gesponsert. Das Thema wurde dabei vorgegeben; nicht aber unsere Meinung.

Irrtum Nr. 1: Schnee bildet das größte Sicherheitsrisiko

Die neuesten Forschungen haben ergeben: Nur etwa 5 % aller Unfälle in der Winterzeit ereignen sich auf verschneiter Fahrbahn. Bei 92 % der Unfälle in der kalten Jahreszeit spielt Schnee gar keine Rolle.

Das Institut für Verkehrsunfallforschung (VUFO) an der TU Dresden hat zudem herausgefunden, dass bei fast 57 % der Unfälle im Winter die Fahrbahn nicht einmal nass war. Was sind also die eigentlichen Gründe für die Probleme in den Wintermonaten?

Das Michelin Road Usage Lab belegt jetzt: Oftmals sind die falschen Reifen die Ursache dafür. Die niedrigen Außentemperaturen führen nämlich dazu, dass sich die ein oder andere Gummimischung der Pneus verhärten. Dadurch reduziert sich die Straßenhaftung dramatisch und das Unfallrisiko steigt erheblich an.

Irrtum Nr. 2: Winterreifen und Schneereifen sind dasselbe

Winterreifen sind in erster Linie Reifen mit mehr Grip (also Bodenhaftung). Das gilt allerdings nicht nur auf Schnee, sondern auf allen problematischen Untergründen im Winter. Dazu gehören Regen, überfrierende Nässe und Glatteis. Wichtig ist, die Kontrolle über das Fahrzeug zu behalten und einzuberechnen, dass sich der Bremsweg erheblich verlängert.

Winterreifen sind hier gegenüber Sommerreifen klar im Vorteil. Bei einer Temperatur unterhalb von 6 Grad Celsius beispielsweise und einer Geschwindigkeit von 80 km/h verkürzen Winterreifen schon auf trockener Fahrbahn den Bremsweg um vier Meter. Vier Meter, die Zweifelsfall einen Unfall gar nicht erst entstehen lassen.

Irrtum Nr. 3: Fahren in der Stadt ist sicherer als über Land

DE_The Road Usage Lab_Winter_M&R 4_image_140915Die meisten Autofahrer glauben, dass kurvenreiche und verschneite Landstraßen außerhalb der Stadt besonders gefährlich seien. Tatsächlich aber passieren 68 % aller Unfälle im Stadtraum. Die Verkehrsforscher machen den städtischen Stop-and-Go Verkehr dafür verantwortlich. Die Fahrbahnen sind dadurch besonders matschig und rutschig. Da wird das einfache Abbiegen schon zum Unfallrisiko.

Abgesehen davon sind die Straßenverhältnisse sehr unterschiedlich zwischen gestreuten Hauptverkehrsachsen und abgelegenen Wohnstraßen. Daher gilt für alle Autofahrer, auch die, die nur innerhalb der Stadt unterwegs sind: Mit den richtigen Winterreifen lässt sich das Unfallrisiko im winterlichen Stadtverkehr erheblich absenken.

Irrtum Nr. 4: Für Kurzstrecken sind Winterreifen überflüssig

DE_The Road Usage Lab_Winter_M&R 1_image_140915Auch wenn man im Winter sein Fahrzeug nur wenig benutzt, oder nur einen Sonntagsausflug plant, auch für Kurzstrecken gilt: Winterreifen sind unerlässlich. Gerade auf kurzen Strecken. Unterhalb von 10 Grad sind Sommerreifen unzuverlässiger als Winterreifen.

Das gilt für alle Distanzen, ob Langstrecke in die Berge oder auf der Kurzstrecke zum Supermarkt. Natürlich kostet es Geld und Mühen Winterreifen aufziehen zu lassen, aber ein Unfall übersteigt doch oftmals die Kosten für einen Satz grobstolliger Pneus.

Irrtum Nr. 5: Winterreifen machen das Auto langsam

Früher galt tatsächlich, dass Winterreifen das Auto durch den erhöhten Rollwiderstand etwas langsamer gemacht haben. Bei den heutigen modernen Winterreifen ist dies allerdings zu vernachlässigen. Der Rollwiderstand ist nahezu gleichauf, wenn Reifengröße und Luftdruck gleiche Werte haben. Den größten Anteil hat die Verformung der Reifenflanken. Die wird hauptsächlich vom Luftdruck bestimmt.

Winterreifen haben eine weichere Materialmischung. Bei modernen rollwiderstandsarmen Winterreifen wird sich das im Verbrauch gegenüber Sommerreifen nicht bemerkbar machen. Für die Beschleunigungsphase gilt sogar, dass Winterreifen, durch die bessere Bodenhaftung, etwa bis zu drei mal schnelleren Vortrieb bieten.

Fazit

[box type=infobox]Winterreifen sollten eigentlich „Niedrigtemperatur-Reifen“ heißen und immer dann zum Einsatz kommen, wenn die Temperaturen unter 10 Grad Celsius fallen, egal wie die Fahrbahn beschaffen ist. Wenn die Temperaturen nachts stark abfallen und sich morgens Eis auf der Fahrbahn bildet wird es blitzschnell gefährlich.[/box] [box type=success]In diesem Temperaturbereich verfügt der Winterreifen über erheblich bessere Fahreigenschaften gegenüber der Sommerausführung und verkürzt den Bremsweg entscheidend. Bei dichtem Verkehr in der Stadt ist das winterliche Autofahren auf Eis und Schnee besonders risikoreich. Gerade hier bietet ein moderner Winterreifen entscheidend bessere Fahreigenschaften. Das Unfallrisiko lässt sich also deutlich verringern, wenn man die richtigen Reifen zur richtigen Zeit wählt. Achten Sie auf die durchschnittlichen Nachttemperaturen, verlassen sie sich auf das Thermometer und nicht auf ihr Auge.[/box]

Bildquellen
Artikelbild: © panthermedia.net lightpoet





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