Neugeborenes

Kleine Schönheitsfehler bei Neugeborenen

Alle Eltern wünschen sich, dass ihr Baby nach der Geburt einfach perfekt aussieht. Dem ist aber nicht immer so: Verschrumpelte Haut oder kleine blaue Flecken am Körper kommen bei neugeborenen Babys öfter vor, als man denkt. In den meisten Fällen ist das ganz normal und auf die Anstrengungen während der Geburt zurückzuführen. Manchmal können gewisse Umstände in der Schwangerschaft der Grund für die kleinen Schönheitsfehler bei Neugeborenen sein, die dann aber in der Regel harmlos sind und nach kurzer Zeit von alleine verschwinden.

Häufigste Zeichen nach der Geburt

Käseschmiere (Vernix caseosa)

[dropcap]D[/dropcap]abei handelt es sich um eine weiße, cremige Substanz, mit der die Haut des ungeborenen Babys ab dem mittleren Drittel der Schwangerschaft bedeckt ist. Darin sind alle wichtigen Nährstoffe enthalten, die für eine gesunde Babyhaut sorgen. Diese Substanz schützt die zarte Babyhaut vor der Austrocknung im Fruchtwasser. Während der Geburt hilft sie als eine Art Gleitmittel, damit das Baby problemlos geboren wird. Ist das Baby da, kühlt es nicht so schnell ab.

Der Saugglocken-Fleck

Manche Kinder müssen mit hilfe einer sogenannten Saugglocke auf die Welt geholt werden. Sie tragen davon eine kleine, bläuliche Beule auf dem Kopf zurück, eine Art Ödem, der nach wenigen Tagen vom Körper wieder absorbiert wird.

Die Entstehungsweise gleicht ungefähr der bei einem Knutschfleck.

Hexenzahn

Bei einer Geburt kann man bei Neugeborenen bereits einen teilweise oder ganz durchbrochenen Zahn beobachten – ein Hexenzahn (Dens natalis). Das ist ein Zeichen von einer verfrühten Zahnung. Sorgen braucht man sich aber deswegen keine machen.

Manchmal fällt der Zahn durch den Druck schon bei der Geburt aus, weil er keine Wurzel besitzt. Die Lücke bleibt bis zum Schulalter da, weil erst dann die Kinder ihre bleibenden Zähne kriegen.

Lanugo-Behaarung

Meistens sind es Frühchen, die mit einer weichen, flaumigen Körperbehaarung geboren werden. In den ersten Schwangerschaftswochen bildet sich auf dem Oberkörper des Ungeborenen ein Flaum. Das hat seine Gründe: Dadurch wird die Körpertemperatur des Babys reguliert und die Haut vor dem Fruchtwasser geschützt.

Das Baby verliert diese Behaarung in der Regel kurz vor der Geburt. Wenn das Baby früher auf die Welt kommt, sind die Haare noch vorhanden, die kennt man dann als Lanugo-Haare. Innerhalb einiger Wochen nach der Geburt verschwinden sie jedoch nach und nach und sind dann künftig nicht mehr zu sehen.

Blutschwämmchen (Hämangiom)

Fünf bis zehn Prozent aller Neugeborenen bekommen Hämangiome, die tiefrot bis bläulich-rote knotige Gefäßtumore sind und am häufigsten auf dem Rücken vorkommen. In den meisten Fällen sind sie gutartig und harmlos. Sie fangen erst nach der Geburt richtig zu wachsen an. Nach spätestens zwölf Monaten stellen sie ihr Wachstum ein.

Sie bilden sich dann über Jahre zurück und müssen nicht chirurgisch entfernt werden, es sei denn, sie befinden sich an einer ungünstigen Körperstelle.

Hämangiomen bei Kleinkindern

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