Kindergarten

Kinderbetreuung – wo ist Ihr Kind gut aufgehoben?

[dropcap]G[/dropcap]erade bei berufstätigen Eltern stellt sich oft die Frage nach einer geeigneten Kinderbetreuung. Ob man dabei beispielsweise auf einen Babysitter, eine Tagesmutter oder alternativ auf eine Einrichtung für die Kinderbetreuung setzt, liegt letztendlich im Ermessen der Eltern. In diesem Artikel möchten wir Ihnen verschiedene Möglichkeiten der Kinderbetreuung vorstellen.

Kindertagesstätten

Die Kindertagesstätte ist die wohl bekannteste Form der Kinderbetreuung. Obwohl sich die Einrichtungen zumeist unter einem Dach befinden, gibt es einen Unterschied zwischen Kindergarten und Kinderkrippe:

Die Kinderkrippe ist für Babys sowie Kleinkinder im Alter von null bis drei Jahren vorgesehen. Theoretisch haben Eltern hier die Möglichkeit, ihren Nachwuchs ab dem dritten Lebensmonat (also nach dem gesetzlich vorgeschriebenen Mutterschutz für Arbeitnehmerinnen) versorgen zu lassen.

Praktisch nimmt sich Mami oder Papi jedoch mindestens ein ganzes Jahr für den Familienzuwachs Zeit. Ab drei Jahren gehen die Sprösslinge dann in den Kindergarten.

Im Gegensatz zu den Krippenplätzen, die laut dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend nur für 25 Prozent der Kinder zur Verfügung stehen, haben Eltern hier einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz.

Beim zuständigen Amt für Jugend und Familie sind sowohl Adressen für diverse Kindertageseinrichtungen, städtisch oder in freier Trägerschaft, als auch der Antrag für einen städtischen Kindergarten erhältlich. Das Formular bietet Eltern die Gelegenheit, eine Wunscheinrichtung anzugeben. Ein Rechtsanspruch besteht allerdings nicht. Der Antrag für eine Kindertagesstätte in freier Trägerschaft ist direkt vor Ort in der jeweiligen Wunscheinrichtung zu stellen. Viele der Einrichtungen veranstalten in regelmäßigen Abständen einen Tag der offenen Tür. Das ist die ideale Chance für Eltern, sich einen ersten Eindruck zu verschaffen.

Tagesmütter oder -väter

Die Betreuung durch eine/n Tagesmutter oder -vater ist in Anbetracht der fehlenden Krippenplätze eine gleichwertige Alternative zur Kindertagesstätte. Es spricht daher einiges für diese Betreuungsform. Diese Art der Kinderbetreuung findet im privaten, kindgerechten Haushalt der Tagesmutter oder des Tagesvaters statt. Dadurch entsteht der Vorteil, im Gegensatz zu Kindertageseinrichtungen, dass die Kinder in kleinen Gruppen betreut werden. Tagesmütter und -väter sind in ihrer Arbeitszeit häufig flexibel. Vor allem beruflich eingespannten Eltern kommt das zugute. Wer eine Tätigkeit als Tagesmutter oder -vater ausübt, muss eine Reihe an Qualifikationen vorweisen. Das Amt für Jugend und Familie gibt darüber Auskunft und hält zudem Adressen gelisteter Tagesmütter sowie -väter parat.

Au-pairs – Kinderbetreuung aus dem Ausland

Au-pairs sind junge Frauen oder Männer, die im Ausland bei einer Gastfamilie leben und diese im Gegenzug entlasten. So helfen sie beispielsweise im Haushalt und betreuen den Nachwuchs. Einzelheiten über die Tätigkeiten obliegen dem individuellen Arrangement. Jedoch gibt der deutsche Gesetzgeber einige Regeln vor, um der Ausbeutung von Au-pairs vorzubeugen. Als Gegenleistung für die Unterstützung stellt die Gastfamilie ein eigenes Zimmer und Verpflegung zur Verfügung. Zudem erhält das Au-pair ein Taschengeld. Diese Betreuungsform schult von Anfang an das Bewusstsein für kulturelle Unterschiede und andere Sprachen. Ein weiterer Vorteil ist die Versorgung des Sprösslings in der gewohnten Umgebung. Zertifizierte Agenturen, wie zum Beispiel TravelWorks, helfen potenziellen Gastfamilien bei der Vermittlung eines guten Au-pairs.

Babysitter – die flexible Kinderbetreuung

Mit Sicherheit sind alle Eltern froh, wenn sie nach einem hektischen Arbeitstag ihren kleinen Liebling in die Arme schließen können. Dennoch wollen Mami und Papi auch mal ins Kino gehen oder sich mit Freunden treffen. Das heißt also, nach der Betreuung ist vor der Betreuung. Wenn das familiäre Netzwerk fehlt, sind Babysitter für die Kinderbetreuung eine gute Wahl. Während Mama und Papa sich eine kleine Auszeit gönnen, geben die zumeist jungen Frauen oder Männer stundenweise auf den Nachwuchs acht.

Für die Tätigkeit als Babysitter gibt es keine geregelten Zugangsvoraussetzungen. Selbst Schüler können einen solchen Job annehmen. Daher ist ein sogenannter Babysitter-Kurs, in dem die Teilnehmer die Grundlagen im Umgang mit Babys sowie Erste-Hilfe-Maßnahmen lernen, eine empfehlenswerte Ausgangsbasis. Eine derartige Betreuung finden interessierte Eltern über spezielle Babysitter-Agenturen oder diverse Kleinanzeigenportale. Es ist gar nicht so leicht, die richtige Kinderbetreuung für den kleinen Schatz zu finden. In jedem Fall ist es ratsam, sich im Vorfeld einen Überblick über die verschiedenen Optionen der Kinderbetreuung zu verschaffen.

Bildquelle: woodleywonderworks – Flickr.com (CC BY 2.0)

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