Immer mehr Trennungskinder

Im Jahr 2012 haben sich in Deutschland mehr als 179 000 Ehepaare scheiden lassen. 143 000 Kinder wurden zu offiziellen Scheidungskindern. Inklusive der Trennungen nicht verheirateter Paare sind es nach Schätzungen rund 200 000 Kinder, die im vergangenen Jahr damit klar kommen mussten, dass Mama und Papa nicht mehr miteinander leben möchten.

Wenn es zur Trennung kommt, sollte es für Eltern oberstes Gebot sein, die Kinder nicht als Druckmittel zu benutzen. Und vor allem sollte man Kindern klar machen, dass nicht sie Schuld am Scheitern der Beziehung sind. Nicht selten sehen Kinder sich nämlich als die Ursache.

Kinder sehen sich nicht selten als Ursache für die Probleme der Eltern

Gegenseitige Beschuldigungen, Strafanzeigen, Besuche beim Jugendamt und vor Gericht – all das ist leider keiner Seltenheit, wenn Paare auseinandergehen und ums Sorgerecht und Umgangsrecht streiten.

Wenn die Eltern sich trennen, dann sind die Kinder zunächst einmal unglücklich, weil sich in ihrem Leben etwas Bedeutendes verändert und sie einen Verlust erfahren. Sie müssen aber nicht unglücklich bleiben, sondern können dennoch gut mit der Situation und mit ihrem Leben zurechtkommen, wenn Eltern sich an bestimmte Verhaltensregeln halten.

Die Kinder brauchen Unterstützung – und das am besten von beiden Elternteilen. Gerade in der ersten Zeit ist das sehr wichtig, weil Kinder oftmals die Schuld bei sich suchen, wenn die Eltern sich getrennt haben, frei nach dem Motto „Wäre ich doch in der Schule besser gewesen oder hätte mehr aufgeräumt, dann hätte es nicht so viel Krach bei uns gegeben.“

Eltern haben Verantwortung – und sie sollten diese auch ernst nehmen und dafür sorgen, dass Kinder nicht die Schuld bei sich suchen, wenn Familien auseinanderbrechen. Aber nicht nur der richtige Umgang mit dem Kind, sondern auch ein respektvolles Miteinander der einstigen Partner ist wichtig.

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