Heiltee

Heiltees für Kinder: Auf alle Fälle vorbereitet

Kinder sind oft krank. Ob Halsschmerzen, Bauchweh oder Fieber – sie erkranken häufiger als die Erwachsenen. Man muss jedoch nicht bei jeder Beschwerde den Arzt aufsuchen, oft kann man mit Kräutern eine lindernde oder heilende Wirkung erzielen. Heiltees kann man bei nahezu jedem Wehwehchen dem Kind geben, man muss nicht immer mit Kanonen auf Spatzen schießen. Vor allem bei Babys muss man mit Arzneien vorsichtig umgehen, es gibt sowieso nur eine kleine Auswahl von Medikamenten, die man Kleinkindern verabreichen kann. Den Rest lässt sich mit Heiltees behandeln. 

Für richtige Aufbewahrung sorgen

Heilkräuter und Teemischungen sollen prinzipiell kühl, trocken und dunkel gelagert werden. Sie sollten zudem am besten in Weißblech-Teedosen oder Gefäßen aus Braunglas aufbewahrt werden. Der Gehalt an wirksamen Bestandteilen nimmt mit der Zeit ab, deswegen bekommen die Kräutermischungen vom Apotheker ein Verfallsdatum aufgeschrieben. Danach sollte man sie nicht mehr verwenden, weil ihre Wirksamkeit unzureichend ist. Als Aufbewahrungsort eignet sich das Schlafzimmer am besten, wenig geeignet ist dagegen ein Küchenschrank in der Nähe des Ofens, weil es dort in der Regel zu feucht und zu warm ist.

Trotz der nachgewiesenen heilenden Wirkung von Kräutermischungen muss man unbedingt beachten, dass Verwendung dieser den Besuch beim Arzt nicht ersetzen kann.  Bei länger als zwei Tage anhaltenden Beschwerden, wie Fieber, muss auf jedem Fall ein Arzt konsultiert werden.

Diese Pflanzen sind für Kinder ungeeignet

Nicht alles, was den Erwachsenen gut tut, ist auch für Kinder geeignet. Kinder unter zwölf Jahren sollten auf den Verzehr von Bärentraubenblättern, Faulbaumrinde, Flohsamen, Kreuzdornbeeren, Lebensbaumtriebspitzen (Thuja), Rhabarberwurzel, Schöllkraut und Sennesblätter bzw. –früchte verzichten.

Bei Kleinkindern (unter vier Jahren) sollten Kräuter wie Basilikum-, Brunnenkresse- und Kapuzinerkressekraut sowie Meerrettichwurzel nicht angewendet werden. Säuglinge darf man nicht mit Nachtkerzenöl behandeln.

So wird ein Heiltee zubereitet

In der Regel wird die jeweilige Teemischung mit 250 Milliliter kochendem Wasser überbrüht. Den Tee lässt man etwa fünf Minuten ziehen und seiht ihn dann ab. Die Heilpflanzentees werden immer zugedeckt gezogen, wertvolle ätherische Öle dürfen nicht verloren gehen. Der Tee wird auf Trinktemperatur abgekühlt.

Bevor man ihn seinem Kind oder Säugling zum Trinken gibt, macht man die Wangenprobe (Teegefäß etwa 20 Sekunden an die eigene Wange halten). Am optimalsten wird es, wenn man jede Tasse separat und frisch aufbrüht.

Tee gegen Halsschmerzen

Das ist ein Rezept für einen Gurgeltee (für Kinder ab etwa drei Jahren geeignet, auch bei Entzündungen im Mund hilfreich). Dazu nimmt man wie folgt:

    • Malvenblätter 20,0 Gramm (auch als Käsepappeltee bezeichnet)
    • Eibischblätter 20,0 Gramm
    • Eichenrinde 20,0 Gramm

Von der Mischung nimmt man einen gestrichenen Teelöffel und lässt ihn zehn Minuten brühen. Der Heiltee (warm) sollte mehrmals täglich zum Gurgeln angewendet werden.

Kleine Kräuterkunde
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Bildquellen
Artikelbild: © panthermedia.net / Simone Voigt

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