Haushalt organisieren mit Baby

Ordnung ist das halbe Leben - auch mit Baby: Tipps gegen Chaos im Haushalt

Im Haushalt alles in Ordnung - das macht zufrieden!
[dropcap]I[/dropcap]st der Neuankömmling erst einmal auf der Welt, dreht sich in den ersten Tagen, Wochen und Monaten alles um das Baby. Schläft es auch gut, hat es genug gegessen, ist es gesund und machen wir alles richtig? Der einst geregelte Haushalt und die gewohnte Ordnung können bei dieser zwar schönen, aber dennoch zusätzlichen Belastung, schnell einmal aus dem Gleichgewicht geraten.

Das Baby ist da – die Ordnung ist weg!?

Nach einigen Wochen, beim Blick auf den sich türmenden Wäscheberg im Badezimmer, die gestapelten Geschirrtürme neben der Spüle und die angehäuften Müllsäcke im Flur, wird klar – hier stimmt doch irgendetwas ganz und gar nicht mehr. Keine Panik. Die Tatsache, dass ein Baby nun mit von der Partie ist, muss auf lange Sicht nicht Chaos im Haushalt bedeuten. Wie kann man also mit Baby den Haushalt organisieren?

Chaos in einem Haushalt mit Baby muss kein Dauerzustand sein

Ein wenig Chaos in den anfänglichen Tagen, wenn das Baby zum ersten Mal mit nach Hause kommt, ist ganz normal. Unordnung in allen Räumen sollte sich dennoch nicht über mehrere Wochen hin ziehen. Denn sonst fühlt man sich in den eigenen vier Wänden plötzlich gar nicht mehr wohl, was zu Stress und starkem Unwohlsein führen kann.

Eine Idee, dies zu vermeiden wäre, die Wohnung schon vor der Geburt dahingehend vorzubereiten, als dass später einfach weniger Arbeit anfällt.

Ganz konkret könnte Essen vorgekocht und tiefgekült aufbewahrt werden. Darüber hinaus sollte man sicher gehen, dass essentielle Haushaltsartikel ausreichend vorhanden sind, wie Küchenrolle, Müllsäcke (die aufkommende Anhäufung von Windeln sollte nicht unterschätzt werden!), Waschmittel und andere Dinge, die die Haushaltsführung erleichtern.

Vor der Geburt für ein gutes Ordnungssystem sorgen

Beim Gestalten des neuen Kinderzimmers und der damit einhergehenden eventuellen Verschiebung und Aufstellung von Möbeln, kann smart über die zukünftige Ordnung nachgedacht werden: Wo wird schmutzige Wäsche gesammelt, steht neben dem Wickelplatz ein verschließbarer Mülleimer, wo wird der Wäscheständer stehen und wo wäre ein geeigneter Platz für eine gemütliche Stillecke. Denn Stillen sollte nicht zwischen Wäsche- und Windelbergen stattfinden, sondern in Wohlfühlatmosphäre. Babywäsche und Babyartikel für die Babypflege und die Babyernährung sollten an gut erreichbaren Stellen untergebracht werden. Mit ein wenig Vordenken kann so auch schon einmal viel für einen gut organisierten Haushalt getan werden.

Wenn das Baby da ist – selber machen oder Hilfe holen?

Kurz nach der Geburt ist es wichtig, dass Mutter und Kind sich wohl fühlen. Die Geburt war für beide, wenn auch mit ganz wunderbarem Ausgang, ein tiefgehendes und stressiges Erlebnis. Daher sollten frischgebackene Mütter nicht direkt an die volle Spülmaschine oder die Staubschicht auf dem Fernseher denken müssen. Es ist gut, wenn jemand da ist, seien es der Ehemann, der Partner, die Mutter oder Schwiegermutter oder die beste Freundin. Ein wenig Hilfe im Haushalt, beim Kochen oder Einkaufen oder einfach nur zum Reden am Anfang ist gar nicht verkehrt. Ein leichter Putzplan mit den wichtigsten Dingen, die gemacht werden müssen, hilft sehr gut weiter. Die Wohnung muss nicht blitzen, nur wohlfühlen sollten sich Mutter und Kind. Und wenn gar nichts mehr geht, dann ist auch eine Haushaltshilfe eine gute Idee. Für die ersten Wochen, kann das eine Wohltat bedeuten.

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Die wichtigsten Punkte, die auf dem Haushaltsplan stehen sollten

  • Wäsche waschen: Wie oft die Waschmaschine angemacht werden muss, ist schwer zu sagen und richtet sich nach dem eigenen Wäscheverbrauch. Etwa 2 Mal die Woche ist realistisch. Was in Bezug auf das Baby viel anfallen könnte, wären Waschlappen, Spuck- und Handtücher, die regelmäßig gewaschen werden müssen. Wäsche sortieren, in die Waschmaschine schmeißen und zum Schluss aufhängen – gut, wenn vorher für genügend Waschmittel, Calgon-Tabs und Weichspüler gesorgt wurde.
  • Staubsaugen und Staubwischen: Ein Mal pro Woche bei nicht allzu großer Verschmutzung sollte hier genügen. Hat sich das Leben mit Baby erst einmal eingespielt, kann bei Bedarf das Saugen und Wischen erhöht werden. Böden nass wischen ist immer recht aufwendig und muss in den ersten Wochen nach der Geburt nicht zwingend erfolgen.
  • Küche sauber halten: Ohne Spülmaschine wird es in der Küche ungemütlich. Das Geschirr stapelt sich in einer Woche mal ganz schnell zu einem riesigen Berg, den man irgendwann leider nicht mehr übersehen kann. Daher lohnt sich diese Anschaffung allemal, schnell ein- und ausgeräumt und schon ist die Küchenzeile wieder leer. Aber auch ohne Helferchen gibt es einen Tipp: Gebrauchtes Geschirr direkt mit Wasser ausspülen, dann lässt es sich später schneller reinigen und es klebt und trocknet nichts an.
  • Im Badezimmer reicht Hygiene – jedenfalls für eine gewisse Zeit – im WC, im Waschbecken und in der Badewanne.
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Putzen und Räumen mit Baby unterm Arm – ja, auch das geht ganz prima!

Es ist zwar so, dass das Kleinste anfangs häufig schläft, trotzdessen muss die Haushaltsarbeit nicht nur in dieser Zeit stattfinden. Um Wäsche und Co. kann sich ebenso effektiv gekümmert werden, wenn Baby hellwach ist. Spezielle Tragetücher binden das Baby fest an die Mutter, welche dann die Hände frei hat um anderweitig tätig zu sein. In einigen Kulturen ist dies Gang und Gäbe und höchst praktisch. Mit dem Baby im Tragetuch können das Geschirr verräumt und die Wäsche aufgehängt werden. Arbeiten, für die mehr Körpereinsatz erforderlich ist, wie den Mülleinmer wegbringen und Staubsaugen, sollten mit Baby im Tragetuch nicht durchgeführt werden. Und wenn dann die Hausarbeit getan ist und das Baby wieder schläft, hat die Mutter endlich Zeit für sich.

Bild: hugabub.com – Flickr.com (CC BY-ND 2.0)

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