Hausgeburt

Hausgeburt – Vorteile und Risiken

Die Verantwortung für ein Kind bringt viele Entscheidungen mit sich. Eine der ersten Entscheidungen ist die, wo Ihr Baby geboren werden soll. Neben der üblichen Entbindung in einer Klinik oder alternativ in einem Geburtshaus haben Sie die Möglichkeit, Ihr Kind in den eigenen vier Wänden zur Welt zu bringen. In diesem Artikel erfahren Sie, was Sie bei einer Hausgeburt bedenken sollten und welche Vorteile sowie Risiken diese Art der Entbindung mit sich bringt.

Rücksprache mit dem Gynäkologen halten

Sofern die Schwangerschaft ohne Komplikationen wie zum Beispiel Schwangerschaftsdiabetes, Bluthochdruck oder einer Querlage des Kindes verläuft, spricht im Grunde genommen nichts gegen eine Hausgeburt. Es ist in jedem Fall ratsam, diese Entscheidung vorab mit Ihrem Gynäkologen zu besprechen. Natürlich steht es Ihnen frei, wo und auf welche Art Sie Ihr Kind auf die Welt bringen möchten, doch eine Rücksprache mit Ihrem Artz gibt Ihnen die notwendige Sicherheit, um etwaige Risiken für Sie und Ihr Kind auszuschließen.

Vorteile einer Entbindung zu Hause

Obwohl immer mehr Entbindungskliniken liebevoll eingerichtete Kreißsäle haben, ist es zu Hause eben doch am schönsten. Gerade für werdende Mütter, die eine Abneigung gegen Krankenhäuser oder die Vielzahl der medizinischen Geräte haben, ist eine Hausgeburt eine überlegenswerte Alternative. In Ihrem gewohnten Umfeld fühlen Sie sich wohl in Ihrer Haut, Sie können alles so arrangieren, wie Sie es wünschen – kein Angst einflößendes medizinisches Equipment sowie keine hysterischen Schreie aus dem benachbarten Kreißsaal. Nach der Entbindung und der Kindesuntersuchung durch die Hebamme können Sie sich direkt ausruhen. Das Verlegen in einen anderen Raum inklusive dem Transport durch die unzähligen Krankenhausgänge entfällt. Ein weiterer Pluspunkt ist der Beginn des Wochenbettes in einer gemütlichen, gewohnten Atmosphäre. Der klare Vorteil einer Hausgeburt liegt also in der Ruhe und Entspannung, die diese mit sich bringt.

Vorteile einer Hausgeburt:

  • Ruhe und Entspannung
  • Sie können sich direkt ausruhen
  • das Wochenbett beginnt in gemütlicher, gewohnter Atmosphäre

Mögliche Risiken und Nachteile einer Hausgeburt

Eine Hausgeburt birgt jedoch auch nicht abschätzbare Risiken. Sollte es beispielsweise zu unvorhergesehenen Komplikationen kommen, fehlt die notwendige medizinische Ausrüstung und ein/eine Arzt/Ärztin. Im schlimmsten Fall sind Sie und Ihr Baby ernsthaften gesundheitlichen Risiken ausgesetzt. Eine qualifizierte Hebamme ist jedoch in der Lage, die Situation richtig einzuschätzen und wenn nötig einen Krankenwagen zu rufen. Über die möglichen Risiken berät Sie Ihr Gynäkologe oder Ihre Hebamme.

Nachteile einer Hausgeburt:

  • Nicht abschätzbare Risiken
  • fehlende medizinische Ausrüstung
  • bei Komplikationen: gesundheitliches Risiko für Mutter und Kind

So finden Sie eine Hebamme

Nachdem Sie sich, unter Berücksichtigung der Vor- sowie Nachteile, für eine Hausgeburt entschieden haben, ist es an der Zeit, sich eine Hebamme zu suchen. Nicht jede ausgebildete Hebamme führt Hausgeburten durch. Ihre erste Anlaufstelle ist das Internet. Eine Vielzahl der freiberuflich tätigen Geburtshelferinnen hat eine eigene Internetpräsenz, auf der sie sich und ihre Leistungen vorstellen. Daneben bietet die Internetseite des Sächsichen Hebammenverbandes e.V. eine bundesweite Hebammensuche an. Verschiedene Suchkriterien liefern Ihnen ein passgenaues Ergebnis. Es ist empfehlenswert, die Hebamme schon während der Schwangerschaft kennenzulernen und sich aufeinander einzustimmen.

Tipp: Die meisten Krankenkassen gewähren bei einer Hausgeburt für die Inanspruchnahme einer Hebamme einen Zuschuss von bis zu 250 Euro.

Fazit: Halten Sie zuerst Rücksprache mit Ihrem Gynäkologen, wägen Sie die Vorteile sowie auch Risiken ab und entscheiden erst dann, ob eine Hausgeburt für Sie infrage kommt.

Bildquelle: iStockphoto

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