Familienautos Spritsparend fahren

Mit diesen Tipps können Sie viel Geld sparen!

Familienauto

Während in einigen Single-Haushalten sportliche Autos bevorzugt werden, die wahre Spritfresser sein können, achten Familien mit Kindern häufig darauf, nicht so viel Geld auszugeben. Zwar gibt es auch unter den Singles Spar-Experten und Schnäppchenjäger – je nach Etat. Aber für Familien ist Dank aktueller politischer Entwicklungen das Sparen zum Volkssport geworden. Sprit ist teuer und da liegt es nahe, Fahrzeuge zu kaufen, die möglichst wenig verbrauchen. Doch auch mit dem eigenen Fahrverhalten und einigen Tricks können Sie dafür sorgen, dass sich der „Tiger im Tank“ nicht schneller in Luft auflöst, als nötig.

Richtiges Auto kaufen

Familien legen sich als Fahrzeug für mindestens vier Personen gern geräumige Kombis zu. Beliebt sind auch Mini-Vans. In Großfamilien kommen hingegen Kleinbusse zum Einsatz.

Da diese Fahrzeuge entsprechend ihres Gewichts auch leistungsfähig sein müssen, brauchen sie starke Motoren. Doch Kraft kommt von Kraftstoff. Deshalb muss besonders bei den leistungsfähigen Fahrzeugen auf den Spritverbrauch geschaut werden.

Zunächst vergleichen Sie die Herstellerangaben. Legen Sie dabei ruhig noch ein paar Liter auf den Verbrauch pro 100 km drauf, denn die Testergebnisse berücksichtigen keine Witterungseinflüsse oder das Fahrverhalten, wie etwa das Anhalten an einer Ampelkreuzung und der Start bei Grün. Moderne Autos schalten sich bei einer bestimmten Wartezeit automatisch ab, um Sprit zu sparen, zum Beispiel an Bahnübergängen.

Mit einem Hybrid-Motor lässt sich der Wocheneinkauf per günstigem Stromantrieb erledigen, während für die längeren Strecken der Benzinmotor zum Einsatz kommt. So lässt sich vor allem auf den kurzen Touren viel Sprit einsparen, da ja Strom deutlich günstiger erhältlich ist. Das lohnt sich auch für Wege zu Schulen oder Kindereinrichtungen.

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Wer viel lange Strecken fährt, für den kann sich auch ein Diesel lohnen. Zwar haben auch hier die Kraftstoffpreise deutlich angezogen, trotzdem ist Diesel günstiger als Super, Super Plus oder E10. Vorsicht ist allerdings geboten, dass nicht Versicherung und Steuer die Einsparungen wieder zunichte machen.

Das Auto sollte nicht zu groß und nicht zu klein sein. Bei zu kleinen Autos, vor allem mit winzigem Kofferraum muss ein Teil des Gepäcks aufs Dach, was mehr Spritverbrauch bedeutet. Bei zu großen Fahrzeugen muss der Motor entsprechend leistungsfähig sein. Die PS-Zahl ist aber abhängig vom Kraftstoffverbrauch, so dass dadurch der Spritverbrauch höher liegen kann.

Auswirkungen Fahrverhalten und Reifendruck auf den Kraftstoffverbrauch

Richtig AutofahrenVorausschauendes Fahren hilft beim Sprit-Sparen. Wer an eine rote Ampel heranfährt, sollte nicht in den Leerlauf schalten, sondern die Schubkraft, das heißt den Schwung des Fahrzeuges ausnutzen und an die Ampel heranrollen. Wenn Sie nicht an der Ampel nervös mit dem Gaspedal spielen, verbrauchen Sie dafür keinen Sprit. Wenn Sie während der Wartezeit den Motor ausstellen, ist das ebenfalls positiv für den Verbrauch an Benzin oder Diesel. Achtung: Auch ein lautes Radio sowie zusätzliche Funktionen (Heckscheibenheizung, Zusatzleuchten usw.) erhöhen den Spritverbrauch.

Wichtig ist, mindestens vor jeder größeren Fahrt, aber ansonsten regelmäßig den Reifendruck zu überprüfen. Ein zu niedriger Reifendruck vermindert die Bodenhaftung und wirkt sich ungünstig auf die Sicherheit des Fahrzeugs aus, einmal ganz abgesehen davon, dass der Spritverbrauch dadurch auch höher wird. Andererseits haften zu stark aufgepumpte Reifen auch nicht richtig auf der Fahrbahn. Es ist also gut, den für das jeweilige Auto angegebenen Reifendruck einzuhalten. Sie finden die Richtwerte meist in der Tür oder in der Betriebserlaubnis.

Auch das rechtzeitige Wechseln von Winter- auf Sommerreifen spart Sprit. Die Winterreifen haben einen anderen Grip als die Sommerräder. Sie fahren sich im Sommer leicht ab. Dieser Abrieb kostet zusätzlich Benzin oder Diesel. Deshalb sollte in den Monaten bzw. zu den Ereignissen mit „O“ ein Reifenwechsel erfolgen, nämlich im Oktober (Winterräder) und zu Ostern (Sommerräder). Im Flachland werden zwar häufiger Matsch- und Schneereifen verwendet (M+S), die Sie das ganze Jahr über fahren können. Allerdings würden Sommerräder anstatt dieser Variante den Spritverbrauch günstig beeinflussen.

Ladung richtig einräumen und nicht benötigte Sitzplätze ausbauen

Wer als Familie zum Beispiel in Urlaub fährt, hat meist viel Gepäck. Nicht nur der Lieblings-Elefant des jüngsten Familienmitgliedes reist mit der Familie mit. Auch nützliche Dinge, wie der Kinderwagen, Windelpakete oder große Koffer mit viel Wechselkleidung. Wer schon viel mitschleppen muss, sollte dies wenigstens so verpacken, dass kein zusätzlicher Sprit verbraucht wird. Das ist beispielsweise der Fall, wenn Ladung auf der Dachgepäckbox befördert wird. Auch mit einem Anhänger wird mehr Kraftstoff benötigt.

Sie sollten also möglichst das gesamte Gepäck im Kofferraum verstauen. Auf der Hutablage kann die Sicht beeinträchtigt werden. Ladung, die unbedingt auf dem Dach oder am Heck des Fahrzeuges befördert werden muss, beispielsweise Fahrräder, sollte gut und ordentlich gesichert werden. Besser ist, Fahrräder vor Ort zu mieten. Dies kann schon zu Einsparungen beim Spritverbrauch führen. Benötigt man nicht alle Sitzplätze im Fahrzeug, etwa, weil ein Familienmitglied nicht mitfährt, dann sollten nicht belegte Sitze ausgebaut werden. Je leichter ein Fahrzeug ist, desto weniger verbraucht es Kraftstoff.

Fazit

Die richtige Autogröße, vorausschauende Fahrweise, richtiger Reifendruck und eine sorgsam im Kofferraum verstaute Ladung senken den Verbrauch an Kraftstoff. Werden Sitze nicht benötigt, können sie ausgebaut werden. Wenn der Urlaub beendet ist, sollte das Gepäck wieder zu Hause an seinem Platz verstaut werden. Wer ständig vollbeladen fährt, verbraucht unnötig Sprit.

Bildquellen
Artikelbild: © panthermedia.net Elena Elisseeva





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