Familienalltag organisieren – so vermeiden Mamas Hektik und Terminstress

Multi-Tasking | © panthermedia.net /IgorTishenko
Multi-Tasking | © panthermedia.net /IgorTishenko

Familie, Freunde und Arbeit unter einen Hut zu bekommen, ist nicht immer leicht. Ganz im Gegenteil: Gerade mit kleineren Kindern läuft oft nichts nach Plan und Hektik und Terminstress sind so gut wie vorprogrammiert. Entspannung kommt da meist zu kurz und selbst eine kleine Kaffeepause am Nachmittag ist nicht zu verwirklichen. Eigentlich bräuchte ein Tag 48 Stunden!

Die Tochter muss zum Turnen gebracht werden, der Sohn hat Mathenachhilfe und anschließend Handball-Training, der Ehemann arbeitet bis spät abends. Dann wartet da noch die Schwiegermutter mit einer dringenden Bitte, die Wäsche liegt ungebügelt im Korb und die Blumen auf der Fensterbank schreien schon fast danach, endlich wieder gegossen zu werden. Als Familienmama scheint es schier unmöglich, diesen Berg von Erledigungen zu bewältigen – und bestenfalls auch noch nebenbei zur Arbeit zu gehen. Wie kann man es schaffen, den Familienalltag so stressfrei wie möglich zu organisieren und dabei Hektik zu vermeiden?

Die richtige Planung im Voraus

Planung per Kalender | © panthermedia.net /AntonMatyukha
Planung per Kalender | © panthermedia.net /AntonMatyukha

Mit der richtigen Planung vermeidet man so einiges an Stress. Grundsätzlich immer hilfreich ist ein Familienkalender, in den man alle Treffen, Arztbesuche und Freizeitaktivitäten einträgt – und auch wirklich alle, selbst wenn die Termine nicht viel Zeit einnehmen! Auf diese Weise hat man immer auf alles einen Blick und kann beispielsweise beurteilen, ob die beste Freundin der Tochter lieber heute oder morgen zu einer nachmittäglichen Verabredung kommt. Kalender kann man sich ganz einfach, günstig und auf seine individuellen Bedürfnisse abgestimmt online drucken lassen.

Darüber hinaus hilft es, eine Arbeitsplatzbeschreibung anzufertigen: Dafür listet man auf, welche Dinge man Woche für Woche erledigen muss bzw. möchte (Arbeit, Haushalt, Freunde etc.). Mithilfe dieser Liste überlegt man, was man zukünftig vernachlässigen könnte und in was man mehr Zeit investieren möchte – das schafft Prioritäten und motiviert. Wenn man festlegt, von nun an jede Woche zum Zumba zu gehen und sich im Gegenzug dieses Jahr nicht zur Elternvertreterin der Schule wählen zu lassen, dann erspart man sich einen mitunter lästigen Punkt auf der To-Do-Liste. Das Auspowern beim Sport dagegen macht den Kopf wieder frei.

Wer kennt das nicht? Man nimmt sich für den nächsten Tag so viel vor und hat allerhand Termine, die man eigentlich nicht verpassen darf, aber man verspätet sich schon beim ersten und am Ende klappt gar nichts mehr. Damit das zukünftig nicht mehr passiert, sollte man genügend Zeitpolster einplanen. Experten, die sich intensiv mit dem Thema beschäftigt haben, raten dazu, höchstens 50% des Tages zu verplanen. Das bedeutet in der Praxis: Für jegliche Aktivitäten das Doppelte an Zeit einrechnen! Denn meistens kommt irgendetwas dazwischen und bringt den ganzen Ablauf durcheinander; besonders im Leben mit Kindern sind Trödeln und Missgeschicke vorprogrammiert. Das Einplanen von Zeitpolstern verhindert, dass es knapp wird. Und wenn doch alles nach Plan läuft und man die Restzeit gar nicht benötigt? Dann gönnt man sich eben einen Tee oder ein kurzes Pläuschchen am Telefon.

Auch Pausen sind von vornherein einzuplanen. Niemand kann 24/7 durcharbeiten und dabei stets leistungsfähig sein. Ein wenig Ruhe (wirklich Ruhe!) zwischendurch tut gut und sorgt dafür, dass man im Anschluss wieder energiereich weitermachen kann.

Familie einbeziehen

Familie als Team | © panthermedia.net /pikselstock
Familie als Team | © panthermedia.net /pikselstock

Als Mama hat man oft das Gefühl, alles im Haushalt alleine erledigen zu müssen und mit den ganzen Aufgaben im Regen stehengelassen zu werden. Dabei muss das gar nicht der Fall sein: Regelmäßige Planung mit der ganzen Familie kann den Alltag jedes einzelnen Familienmitgliedes deutlich bereichern. Wenn der Familienvater im Supermarkt vorbeischaut und den Einkauf erledigt, nachdem er bei der Bank Überweisungen getätigt hat, schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe. Währenddessen kann man als Mutter schon einmal das Abendessen zubereiten und einen letzten Blick auf die Hausaufgaben des ältesten Sohnes werfen. Faire, gleichmäßige Aufteilung der anstehenden Arbeiten vereinfacht den Alltag maßgeblich und spart bei richtiger Planung einiges an Zeit.

Auch Kinder tragen gerne zum Familienleben bei, wenn sie in die Familienplanung einbezogen werden. So wird die achtjährige Tochter stolz beim Abräumen des Tisches helfen, wenn sie sich dafür freiwillig gemeldet hat und ihrer Mama helfen kann. Wissen die fünfjährigen Zwillinge Bescheid, dass ihr Papa heute Morgen einen wichtigen Termin hat, werden sie versuchen, beim gemeinsamen Frühstück nicht zu trödeln und sich nicht gegenseitig zu ärgern. Außerdem macht gemeinsames Planen (zum Beispiel auch bei der Wahl des Mittagessens) viel Spaß, weil es die Familie ins Gespräch bringt und man die anstehenden Aufgaben auf freiwilliger Basis verteilen kann.

Niemand ist perfekt

Lachendes Kind mit Farbe im Gesicht | © panthermedia.net /Christin_Lola
Lachendes Kind mit Farbe im Gesicht | © panthermedia.net /Christin_Lola

Auch bei noch so guter Planung passiert es allerdings hin und wieder, dass alles nicht so läuft, wie man will. Es kommt doch etwas ganz Unerwartetes dazwischen: Die Tochter hat vergessen, dass am selben Abend noch der Elternsprechtag der Schule stattfindet oder der Nudelauflauf, der eigentlich das Mittagessen darstellen sollte, wurde im Ofen vergessen und ist nicht mehr zu gebrauchen. So etwas passiert – es bedeutet Menschlichkeit und macht das Leben in einer Familie zu etwas Besonderem.

Wichtig ist, sich über solche Situationen nicht zu ärgern. Stattdessen sollte man gelassen über die missliche Lage hinwegsehen und vor allem eins: darüber lachen können! Als Mutter lernt man, dass man nicht alles zu Ernst nehmen darf. Wenn etwas schiefgelaufen ist, dann ist das nun mal so. Kein Weltuntergang! Niemand ist perfekt – auch nicht die vorbildliche Nachbarsfamilie, die nach außen hin immer durch und durch bilderbuchreif wirkt. Im Familienalltag ist es wichtig, mit dieser Tatsache zu leben und sich beschränken zu können. Es muss nicht immer alles an einem Tag geregelt werden und die Wohnung muss nicht immer blitzblank aussehen. Wenn man das erkannt hat, mindern sich Stress und Hektik ganz von alleine.

Fazit: Spagat zwischen Planung und Spontanität

Das Leben als Familienmama bringt viele Momente mit sich, die alles andere als leicht sind: Ruhepausen fallen oft zu kurz aus, weil ständig etwas dazwischenkommt. Gute Planung im Voraus hilft dabei, einen Überblick zu bekommen und Terminstress zu vermeiden. Trotzdem gibt es Tage, an denen trotz perfektem Plan nichts wirklich klappen will – schließlich lässt sich eine Familie nicht in ein strenges Muster stecken. Und das muss auch gar nicht! Stattdessen heißt es, einfach darüber zu schmunzeln und weiterzumachen. Die schönsten Momente sind ohnehin die, in denen man zusammen mit der ganzen Familie lacht und herumalbert – ganz ungezwungen und ohne Hektik.

Familienalltag organisieren – so vermeiden Mamas Hektik und Terminstress
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