Endlich sauber: Wie bekomme ich mein Kind aufs Töpfchen?

Kinder-sauber

Sie wollen endlich weg von der lästigen Windel und den Übergang zum Topf und zur Toilette so mühelos wie möglich hinter sich bringen? Mit dieser Frage sind die Nerven vieler Eltern gefragt. Kaum hat der eigene Nachwuchs das zweite Lebensjahr erreicht, fragen immer mehr, wie es mit der Sauberkeit der lieben Kleinen aussieht. Haben Sie eigentlich gewusst, dass neben dem Töpfchentraining auch bestimmte Töpfchentypen unterschieden werden. Im folgenden Beitrag stellen wir heraus, wie Ihr Baby endlich sauber wird.

Was sagen Hebammen und Ärzte zum Thema: Sauber werden?

[dropcap]P[/dropcap]ädagogen, Ärzte und Hebammen sind sich einig: Das eigentliche “Sauber werden” und das zuverlässige “auf die Toilette gehen” ist ein Reifungsprozess, der nicht bei jedem Kind gleich verläuft. So möchten einige Babys und Kleinkinder schon im Alter von 18 Monaten wissen, was es mit dem Töpfchen auch sich hat. Andere kennen sich mit 24 Monaten immer noch nicht mit dem Töpfchen aus. In beiden Fällen können wir Sie beruhigen: Ihr Baby ist vollkommen normal.

Das Sauber werden avanciert dennoch in vielen Familien zum regelrechten Abenteuer und Machtkampf zwischen den Eltern. Bevor Ihr Kind sauber werden kann, stehen wichtige Entwicklungsschritte an. Die Nervenbahnen zwischen Gehirn, Blase und Darm müssen ausgereift sein.

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Wann ist der perfekte Zeitpunkt für das erste Töpfchentraining?

Gerade der Sommer bietet sich an, um gemeinsam das Töpfchentraining in Angriff zu nehmen. Ihr Kind läuft ohnehin in Windeln und kurzen Hosen durch die Gegend, sodass der Übergang zum Töpfchen um ein Vielfaches leichter fällt. Gerade in der Familienberatung kommen wir auf das Thema der Sauberkeit und der Sauberkeitserziehung zu sprechen.
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Der Reifungsprozess gibt das Startsignal für das Töpfchen

Die bestimmte und bewusste Kontrolle der körperlichen Ausscheidungen obliegt einem körperlichen Reifungsprozess. Kann das Kind den Schließmuskel beherrschen, geht ein Signal an das Gehirn, das den Drang hin zum Töpfchen verursacht. Dieser Prozess naht zumeist mit dem Ende des zweiten Lebensjahres, aber frühestens mit anderthalb Jahren. Darüber hinaus sollten Sie bedenken, dass die Blase im Gegensatz zum Darm ein viel sensibleres Organ ist. So fällt es unseren Kindern nicht leicht, diese zu kontrollieren. Vom eigentlichen Einnässen ist erst ab dem fünften bzw. sechsten Lebensjahr zu sprechen.

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Wann sollte mein Kind sauber sein?

Umfragen zufolge können neun von zehn Kinder mit Erreichen des dritten Geburtstages ihren Darm kontrollieren und sind dann spätestens ein Jahr später vollständig sauber. Was ist mit den Kindern, die mit ihren persönlichen Stinkern durch den Kindergarten laufen und sich vehement weigern, auf die Kindergartentoilette zu gehen? Der Verdacht liegt nahe, dass die heutigen Eltern es noch besser machen wollen, als die Generation vor ihnen und die Kleinen schon mit dem ersten Geburtstag auf den Topf setzen. Dies macht gar keinen Sinn, da Ihr Kind noch nicht bereit ist. Einige reagieren mit Unverständnis, andere mit Protest und völliger Verweigerung.

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Wann mit dem Töpfchentraining starten?

Das Frühtraining bringt Sie nicht weiter, da Ihr Kind den notwendigen biologischen Reifungsprozess noch nicht vollzogen hat. Ein weiterer wichtiger Grund, für die Bequemlichkeit einiger Kinder sind tatsächlich dieser guten Windeln, die unangenehme Feuchtigkeit kaum spüren lassen.

Achtung: Ein Kindergartenkind ist nicht in der Lage, zielstrebig die praktischste Alternative zu wählen. Es möchte auch gar nicht alles mitentscheiden. Ihr Kind empfindet die Toilette nicht unbedingt praktischer, als in die Windel zu machen. Töpfchennachhilfe ist hier angesagt, um unsere Kleinen zum Umdenken zu bewegen. Einige Kinder favorisieren die Windel, da sie zur Zeit des Wickelns die volle Aufmerksamkeit von Mama und Papa genießen.

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Fazit: Wie bekommen wir die Kleinen sauber?

Eines scheint nun festzustehen: Im Hinblick auf das Töpfchen können Sie nichts erzwingen. Üben Sie sich in Geduld und warten auf die ersten Reaktionen ihres Kindes.

  • Zieht sich Ihr Kind zurück, wenn es in die Windeln macht?
  • Meldet sich Ihr Kind, wenn die Windel voll ist?
  • Ist Ihr Kind neugierig und begleitet Sie auf die Toilette?

In direktem Zusammenhang können Sie Ihrem Kind den Toilettenaufsatz oder das Töpfchen anbieten. Lassen Sie Ihr Kind den Spülknopf betätigen und schaffen eine positive Umgebung. Erwarten Sie von Ihrem Kind nicht, dass es von heute auf morgen sauber wird. Es handelt sich hierbei um einen Entwicklungsprozess, den sie gemeinsam bewältigen. Lassen Sie sich nicht auf einen Wettstreit mit anderen Müttern ein, sondern entscheiden selbst, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist. Unterstützen Sie Ihr Kind und legen regelmäßige Töpfchenzeiten fest.

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Links zu weiterführenden Information

http://www.eltern.de/kleinkind/erziehung/keine-windeln-mehr.html
http://www.familie.de/kind/beim-toepfchen-training-gelassen-bleiben-511578.html

Bildquellen
Artikelbild: © panthermedia.net / Dmitriy Melnikov





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