Elternzeit / Bewerbung

Ende der Elternzeit: Wie geht es nun beruflich weiter?

Für manche Eltern ist es finanziell einfach notwendig, nach einer mehr oder weniger langen Elternzeit wieder zurück in den Beruf zu kehren. In anderen Familien ist es, obwohl die Existenz gesichert ist, einfach der Wunsch der Mütter oder Väter, beruflich wieder Fuß zu fassen und Karriere zu machen.

Egal welche Gründe ausschlaggebend sind – nach der Elternzeit ist es oftmals nicht einfach, wieder durchzustarten. Familie und Job müssen unter einen Hut gebracht werden. Das fordert Kraft – und je nachdem, wie lange die Elternzeit gedauert hat – auch externe Hilfestellungen. Dipl.-Ing. Till Tauber bietet Ihnen hier professionelle Hilfe bei der Bewerbung und allem was dazu gehört. Aber auch hier finden Sie einige Tipps und Denkansätze für eine erfolgreiche Wiederkehr:

Nach der Babypause – wie gelingt der Wiedereinstieg in den Job?

  • Ein guter Wiedereinstieg in den Beruf nach der Elternzeit fängt schon lange vor der Aufnahme der Tätigkeit an – genau genommen nämlich beim Ausstieg. Wenn dieser gut geplant ist und sich die Eltern schon rechtzeitig Gedanken gemacht haben, wann der Wiedereinstieg erfolgen und ob die wöchentliche Arbeitszeit dann reduziert werden soll, erleichtert das einiges. Denn nicht nur die Eltern können besser planen, sondern auch das Unternehmen. Deshalb sollte man sich am besten rechtzeitig Gedanken darüber machen, wie lange man in Elternzeit gehen möchte und ob danach eine Voll- oder eine Teilzeitstelle angestrebt wird.
  • Es ist gesetzlich geregelt, dass Rückkehrer aus der Elternzeit Anspruch auf den alten Job oder aber auf einen gleichwertigen Arbeitsplatz haben. Auf jeden Fall muss gleich bleiben, eine Kürzung des Gehalts bei gleicher Arbeitszeit ist nicht zulässig – wohl aber eine Versetzung auf anderen Arbeitsplatz.
  • Fachlich immer auf dem Laufenden bleiben: Wer sich beruflich nicht abhängen lassen möchte, der sollte im Thema bleiben und deshalb unter Umständen auch während der Elternzeit an wichtigen Meetings teilnehmen und sich für die Belange des Arbeitgebers interessieren und sich informieren. So wird auch die Wiedereinarbeitung nach der Auszeit einfacher.
  • Wer sich für einen Wiedereinstieg in Teilzeit entscheidet, sollte sich darüber im Klaren sein, dass sich Aufgabengebiete stark ändern können. Viele in Teilzeit arbeitende Mütter, die zuvor Elternzeit genommen hatten, fühlen sich mit den neuen Aufgaben, die ihnen zugewiesen wurden, oftmals unterfordert, weil ihr ursprünglicher Arbeitsbereich anspruchsvoller erschien. Teilzeitarbeit hat aber auch klare Vorteile: Die Mitarbeiter mit weniger Stunden gelten oftmals aus ausgeglichener und motivierter, weil sie mehr Zeit für ihre privaten Bedürfnisse haben.
  • Die Balance zwischen Beruf und Familie muss funktionieren. Ganz wichtig ist daher auch eine flexible Betreuung des Kindes. Obwohl von der Politik seit Jahren ein Ausbau der Kita-Plätze angestrebt wird, fehlt es in vielen Städten und Gemeinden noch an Möglichkeiten. Aber selbst wenn man einen Platz in der Kindertageseinrichtung bekommt, decken sich die Öffnungszeiten nicht immer mit den Arbeitszeiten. Außerdem stimmen Urlaubs- und Ferienzeiten nicht immer optimal überein – und Krankheiten können außerdem noch dafür sorgen, dass flexible Betreuung notwendig wird. Deshalb sollte man sich vorm Wiedereinstieg ein gutes Netzwerk aufbauen – zum Beispiel mit Babysittern, Au-pair-Mädchen, Verwandten oder anderen jungen Eltern.

Weitere Tipps und Hilfestellungen finden Sie unter anderem auch auf den Seiten des Bundesministerium für Familie unter www.bmfsfj.de.

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