Eisenmangel nach der Geburt: So können Sie es erkennen

Wie Sie gegen Eisenmangel im Blut vorgehen

Eisen

Die Geburt ist für den Körper einer Frau eine große Herausforderung. Die physische Belastung ist enorm, da muss der Organismus eine ganze Menge leisten. Danach braucht der Körper einige Zeit, um sich von den Geburtsstrapazen vollständig zu erholen. Manchmal muss man ein wenig nachhelfen, damit alle Körperfunktionen wieder in Balance sind. Wenn Sie sich zum Beispiel nach einer Geburt ständig müde und energielos fühlen, kann es bedeuten, dass Ihr Eisenpegel im Blut sehr niedrig ist.

Kraftlos nach der Geburt

[dropcap]E[/dropcap]isenmangel lässt sich vor allem daran erkennen, dass sich die betroffene Frau müde und kraftlos fühlt. Allerdings kann es auch davon kommen, dass die Frau unter „Baby Blues“ leidet oder sich einfach von den vielen neuen Aufgaben und Pflichten als Mutter einfach überfordert fühlt.

Wichtig ist, auf die Symptome zu achten: Hoher oder unregelmäßiger Puls und Atemlosigkeit sind typische Merkmale des Eisenmangels, die Frau kann auch etwas blasser als sonst sein. Zu den anderen Symptomen, die auf einen Eisenmangel im Körper zurückzuführen sind, gehören unter anderem:

  • eine wunde Zunge
  • Kopfschmerzen
  • Haarausfall
  • Ohrgeräusche (Tinnitus)
  • plötzliches Verlangen nach ungewöhnlichen Nahrungsmitteln
  • oder Änderungen im Geschmacksempfinden.

Bei zu niedrigem Eisengehalt im Blut wird auch das Immunsystem negativ beeinflusst, man ist empfindlicher für Erkältungen oder Husten.

Ohne Eisen kein Hämoglobin

Der Körper braucht die Zufuhr von Eisen, um das Blut mit Hämoglobin zu versorgen. Damit der Eisenhaushalt im Körper stabil bleibt, können  eisenreiche Lebensmittel behilflich sein. Zur Verfügung stehen zwei Arten von Lebensmitteln, die einen hohen Eisengehalt aufweisen:

  • Rotes Fleisch, Fisch und Geflügel enthalten Hämeisen – sie werden vom Körper leicht aufgenommen
  • Trockenfrüchte, Hülsenfrüchte, Haferflocken und grünes Blattgemüse enthalten Nicht-Hämeisen und werden vom Körper wesentlich schwerer aufgenommen.

Um das Nicht-Hämeisen besser zu absorbieren, sollten Frauen von außen Vitamin C zuführen. Das könnte zum Beispiel ein Glas Orangensaft oder Vitamin C-haltige Früchte oder Gemüsesorten wie Brokkoli, Paprika und Kiwi sein. Spinat ist gegen die allgemeine Meinung kein guter Eisen-Lieferant, weil er einen hohen Oxalsäuregehalt aufweist, der wiederum die Eisenabsorption hemmt. Grünes Blattgemüse wie Kohl, Kresse oder Brokkoli ist dafür besser geeignet.

Worauf Sie noch achten müssen

Zu den Mahlzeiten sollten Sie keinen Tee oder Kaffee trinken, weil diese Getränke Polyphenole beinhalten, die die Eisenaufnahmen erschweren. Darüber hinaus sollten Sie bedenken, dass Antazida, die beispielsweise bei Sodbrennen eingenommen werden, den pH-Wert des Magensaftes erhöhen und dadurch die Eisenaufnahme negativ beeinträchtigen. Beim Stillen können Sie ohne Bedenken ein eisenhaltiges Vitaminpräparat einnehmen.

Eisenmangel Symptome – Anzeichen für Eisenmangel

Bildquellen
Artikelbild: © panthermedia.net / Hannes Eichinger





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