Eltern

Die Rollen von Mama und Papa in der Familie

Die Eltern in einer Familie haben in der Regel feste, vorher abgeklärte Rollen, die sie im Alltag zu erfüllen haben. Kinder registrieren es und wissen bestens Bescheid, welche Rolle der entsprechende Elternteil zu Hause spielt. Auch für Kinder steht Papa für Mann und Mutter für Frau, sie verstehen ganz genau, was die Mutter oder Vater macht, wie er oder sie denkt und fühlt. Diese Erfahrungen spielen dann später eine Rolle, wenn die Kinder zu Teenagern werden und was sie als Junge oder Mädchen empfinden. Die Rollenverteilung innerhalb der Familie hat dadurch direkte Auswirkungen auf die Geschlechtsrolle.

Die Rolle des Vaters wird neu definiert

[dropcap]N[/dropcap]icht nur die Mütter, sondern auch die Väter haben heutzutage mehr Pflichten und Belastungen als früher. Beruf, Karriere und Geld verdienen – das waren die Hauptaufgaben der Väter. Heute wollen sie sich jedoch mehr in das Familienleben engagieren, sie wollen mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen und einfach da sein. Die Väter von heute wollen mit ihren Liebsten gemeinsam schwimmen gehen, spielen, Sandbürge bauen und Ausflüge unternehmen.

Die Doppelbelastung ist jetzt viel stärker, weil den Vätern auch in ihren Betrieben mehr abverlangt wird. Man erwartet von ihnen mehr Flexibilität, Belastbarkeit und Überstunden. Wenn sie sich dann nach einem schweren Arbeitstag zu Hause blicken lassen, sollen sie gleich die Rolle der Mutter übernehmen und beispielsweise das schreiende Baby in Empfang nehmen, damit die Mutter sich anderen Aufgaben widmen kann.

Obwohl sie das mit viel Liebe und sehr gerne machen, wird es manchmal auch ihnen zu viel und zerrt an ihren Nerven und Kräften.

Richtige Arbeitsaufteilung ist alles

Gute Eltern zu sein bedeutet auch, Kompromisse schließen zu können. Deswegen ist eine richtige und gerechte Arbeitsaufteilung unter den Eltern für eine gesunde und harmonische Partnerschaft unabdingbar. Eine gute Hilfe könnte dabei ein Plan sein, in dem man gemeinsam die einzelnen Aufgaben aufschreibt und dem jeweiligen Elternteil zuordnet.

Dafür setzt man sich an einem Tisch und überlegt, welche Aufgaben überhaupt es zu bewältigen gibt und wer welche Pflichten freiwillig übernehmen möchte. Die wenig relevanten Aufgaben können dann je nach Zeit von beiden Elternteilen abwechselnd übernommen werden.

Gerechtigkeit bei der Arbeitsteilung

Bei der Arbeitsteilung darf sich niemand benachteiligt fühlen. Es ist vorteilhaft, wenn man die Arbeitsteilung ständig neu verhandelt, etwa eine Woche vorher. Eine gute Organisation und klare Rollenverteilung erleichtert nicht nur die Partnerschaft, sondern auch den Alltag mit Kindern. Allerdings muss man dabei bedenken, dass sogar die am besten organisierte Arbeitsteilung nur so gut funktioniert, wie die Vorstellungen der einzelnen Teilnehmer darüber sind.

Was für einen ein Chaos ist, kann für den anderen ganz normal sein. Deswegen ist es enorm wichtig, einen gemeinsamen Nenner zu finden und zu lernen, Kompromisse einzugehen.

Familienstudie – Traditionelle Rollenverteilung überwiegt

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Artikelbild: © panthermedia.net / Iakov Filimonov