Bezugspersonen für Babys

Bezugspersonen – auf wen fixieren sich Babys?

[dropcap]B[/dropcap]abys entwickeln sich im Mutterleib, daher ist es in der Schwangerschaft vor allem die Mutter, die in den zumeist vierzig Schwangerschaftswochen, den ersten Bezug zu dem Baby aufbaut. Doch in der Entwicklung des Embryos zum Fötus sind es meist schon zwei Bezugspersonen, die das Baby kennenlernt.Denn schon durch das mehrfache Handauflegen des Vaters auf den Schwangerschaftsbauch und dem Reden mit dem Kind baut das Baby auch hier schon im Mutterleib einen Bezug auf. Durch diese innigen Maßnahmen werden direkt nach der Geburt auch die Mutter und der Vater die ersten Bezugspersonen sein, zu denen sich das Baby hingezogen fühlt, wenn es das Licht der Welt erblickt hat.

Babys sollten Bezug zu Großeltern aufbauen

Doch schon zeitnah nach der Geburt sollten auch Personen wie die Großeltern als Bezugspersonen herangezogen werden. Zwar sollten die Eltern immer die wichtigsten Bezugspersonen im Leben eines Babys und Kleinkindes sein, doch um ein späteres Fremdeln zu verhindern, sollte das Baby auch den Großeltern für eine gewisse Zeit zur Aufsicht überlassen werden.

Diese Überlassung der Aufsicht des Babys ist aber auch für die Eltern besonders wichtig, damit diese zeitweilig vom Elternsein abschalten können und ihren Interessen nachgehen können. Am besten ist es, wenn die Eltern mehrere Bezugspersonen für ihren Nachwuchs haben, die das Baby beaufsichtigen können.

Als Bezugspersonen kommen beide Großelternpaare infrage, aber auch Onkel oder Tanten können durchaus für kurze Zeit die Aufsicht eines Babys übernehmen.

Bezugspersonen, nach der Elternzeit – wer ist nun wichtig?

Viele Eltern haben auch Verpflichtungen denen sie nachkommen müssen, auch wenn sie gerade erst Eltern geworden sind. So ist es heutzutage üblich, dass die Frau nach der Schwangerschaftszeit oder der einjährigen Elternzeit wieder arbeiten geht, dann muss unbedingt auf mehrere Bezugspersonen zurückgegriffen werden können.

Oft sind es in erster Linie Bezugspersonen aus dem Familienkreis, die für den Zeitraum, in dem die Mutter arbeiten geht, die Pflege übernehmen. Doch nicht alle Eltern haben das Glück, dass Bezugspersonen wie Großeltern oder Tanten und Onkel die Aufsicht über den Nachwuchs übernehmen können, dann muss auf eine Tagesstätte oder eine Tagesmutter zurückgegriffen werden. Bei Tagesmüttern ist es natürlich noch so, dass diese oft engere Bezugspersonen werden, weil sie weniger Kinder zu betreuen haben.

Je mehr Bezugspersonen, desto einfacher wird die KITA-Zeit

In Tagesstätten sind zwar mehrere Bezugspersonen vorhanden, jedoch ist die Bindung hier auch meist nicht so sehr gefestigt. Im Gegensatz zu Kindergärten, nehmen viele Tagesstätten schon Babys auf. Wird ein Baby schon früh an andere Bezugspersonen gewöhnt, ist es für die Eltern auch nicht mehr so schwer loszulassen. Denn viele Kinder, die erstmals von ihren Eltern im Kindergartenalter getrennt werden, leiden viel mehr darunter, als Kinder, die schon viel früher von anderen Personen, als den Eltern, beaufsichtigt wurden. So sind nicht nur die Eltern wichtige Bezugspersonen im Baby- und Kleinkindalter, auch Bezugspersonen wie Großeltern, Tanten und Onkeln sowie Tagesmütter und Erzieherinnen oder Erzieher von Tageseinrichtungen begleiten die Kleinen bei ihrer Entwicklung.

Hier finden Sie Informationen zur Eingewöhnungsphase in Kindertagesstätten und Kindergärten.

Bild: johnhope14 – Flickr.com (CC BY 2.0)

2 Kommentare
  1. Inge Schröder sagte:

    Ich weiß noch genau, wie wir in der Schule über die Experimente von Konrad Lorenz als Entenmutter einen Film geschaut haben. Wieviel unglaublich komplizierter ist es für uns Menschenmamas :)

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    • Redaktion sagte:

      Lorenz‘ Experimente zur Verhaltensbiologie zeigen ja wirklich eindrücklich, wie sensibel die Prägungsphase ist – bei Tieren und bei Menschen. Ist der Mensch erst einmal geprägt, so ist sein daraus resultierendes Verhalten nicht mehr umkehrbar. Spannendes Thema :) Viele Grüße!

      Antworten

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