Beruf und Familie meistern

Beruf und Familie – Doppelbelastung bis zum Burn-out

[dropcap]H[/dropcap]eutzutage werden meist beide Elternteile gezwungen einer beruflichen Beschäftigung nachzugehen, um sich das Leben leisten zu können. Auch die berufliche Karriere der Frau ist in vielen Fällen ausschlaggebend dafür, dass beide Elternteile tagsüber arbeiten und sich abends um die Familie kümmern müssen. Im Haushalt fällt naturgemäß den Frauen der meiste Arbeitsanteil zu. Angefangen von der Kindererziehung über Hausaufgaben machen, Kochen, Zusammenräumen bis zum Staubsaugen und vielem mehr, alles lastet häufig auf den Schultern der Frau.

Gepaart mit Komplikationen, kommt es zum Burn-out

Wenn dann auch noch zusätzliche Komplikationen auftreten, wie zum Beispiel Probleme in der Beziehung, Krankheiten der Kinder, durchwachte Nächte oder ein Familienmitglied, das ständige Pflege braucht, ist die Grenze des Machbaren bald überschritten. Bei ständiger Überschreitung der Grenzen ist es nicht mehr weit bis zum Burn-out. Dann bricht meist der weibliche Elternteil zusammen, ist ausgebrannt und bräuchte dringend medizinische Betreuung.

Der Wunsch nach tagelangem Schlaf ist bei den meisten Patienten stark ausgeprägt. Vorwiegend perfekte Eltern sind davon betroffen. Sie wollen es jedem Recht machen und stellen selbst sehr hohe Ansprüche. Diesem Druck hält man dann oft nicht mehr stand.

In diesem Fall wäre es notwendig zu hinterfragen, ob das alles wirklich notwendig ist und ob man nicht manche Arbeiten reduzieren könnte.

Frauen leiden mehr unter Burn-out als Männer

Dass Männer weniger darunter leiden liegt daran, dass sie eher toleranter mit dem Haushalt umgehen und es sie kaum stört, wenn mal ein Kleid oder eine Hose herumliegt. Auch das schmutzige Geschirr im Abwasch sehen Männer lockerer als Frauen. Man sollte rechtzeitig auf Warnsignale achten, wenn man als Frau überhaupt nicht mehr abschalten kann und in der Folge kein Verständnis mehr dem Partner oder den Kindern gegenüber aufbringen kann. Alles wird zur Belastung, die ganze Energie fließt in den Alltag und trotzdem wird man mit ihm nicht mehr fertig. Dann dominieren nur mehr Stimmungsschwankungen und Ohnmachtsgefühle das Tagesbild. In diesem Fall sollte man die Reißleine ziehen, entweder, in dem man sich selbst entspannt, oder, wenn das nicht möglich ist, sich schnellstens ärztliche Hilfe holt.

Wie kann man einen psychischen Zusammenbruch verhindern?

Als ersten Punkt sollte man Aufgaben delegieren, man muss nicht immer alles selber machen. Ganz wichtig ist auch einfach einmal „nein“ zu sagen. Das müssen viele aber erst Schritt für Schritt lernen. Das gilt natürlich nicht nur für den privaten Haushalt, sondern auch für die Aufgaben im Büro. Als zweiter Schritt sollten die Verantwortungen reduziert werden. Man ist nicht immer für alles verantwortlich, für die gute Erziehung der Kinder, für eine florierende Partnerschaft oder für den Erfolg im Job. Wer sich zu viel Last aufbürdet, wird unter ihr begraben werden. Kinder sollten zur Eigenverantwortung erzogen werden, für schlechte Noten sind die Kinder selbst verantwortlich und nicht die Mutter. Ganz wichtig ist auch die Entspannung – Zeit für sich nehmen. Dinge unternehmen, die Spaß machen, wie ein Plaudern mit Freunden oder einfach mal ein Buch lesen und nur auf der Couch liegen. Mehr zum Thema Stressbewältigung für Elter, lesen Sie weiter

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