Bauchhöhlenschwangerschaft

Bauchhöhlenschwangerschaft – unbemerkt ist sie riskant

[dropcap]W[/dropcap]enn man den Verdacht hat, dass eine Schwangerschaft bestehen könnte oder vielleicht sogar schon ein positiver Schwangerschaftstest gemacht wurde, so sollte als nächstes ein Termin mit dem Frauenarzt folgen um die Schwangerschaft bestätigen zu lassen. Denn gerade der dort gemachte Ultraschall ist sehr wichtig, damit sicher gegangen werden kann, dass sich die befruchtete Eizelle wirklich in der Gebärmutter und nicht in den Eileitern oder der Bauchhöhle eingenistet hat. Auch wenn dies nur sehr selten der Fall ist, so tritt doch in einem Prozent aller Schwangerschaften eine sogenannte Bauchhöhlenschwangerschaft auf. Bleibt sie unbemerkt, so kann dies verheerende folgen für die werdende Mutter haben, so dass ein Besuch beim Arzt in jedem Fall unverzichtbar ist.

Wie entsteht eine Bauchhöhlenschwangerschaft?

Während die befruchtete Eizelle im Normalfall über die Eileiter in den Gebärmutter wandert und sich dort einnistet, ist dieser Prozess bei der Bauchhöhlenschwangerschaft unterbrochen, so dass sich die Eizelle in der Bauchhöhle ansiedelt. Dort kann sich der Embryo, da genügend Platz vorhanden ist, erst einmal normal entwickeln, so dass eine Bauchhöhlenschwangerschaft zu Beginn nicht anders, als eine normale Schwangerschaft verläuft.

Jedoch ist das Risiko für die Schwangere hier erheblich höher, da es im Verlauf zu starken Blutungen kommen kann und auch die Wahrscheinlichkeit eine Fehlgeburt zu erleiden ist bei der Bauchhöhlenschwangerschaft, um ein Vielfaches erhöht.

Es gibt zwar wenige dokumentierte Fälle, in denen eine Bauchhöhlenschwangerschaft bis zur Entbindung durch Kaiserschnitt erfolgreich verlaufen ist, doch da das Risiko für die Mutter bei dem Versuch das Kind austragen zu sterben sehr hoch ist, raten Mediziner von dem Versuch eine Bauchhöhlenschwangerschaft bis zum Ende durchzuführen dringend ab.

Welche Symptome können bei einer Bauchhöhlenschwangerschaft auftreten?

Anders als bei einer Eileiterschwangerschaft können bei einer Bauchhöhlenschwangerschaft zwar schon früh Beschwerden auftreten, jedoch kann es auch sein, dass keinerlei Beschwerden, abgesehen von normalen Symptomen einer Schwangerschaft, von der Schwangeren bemerkt werden.

Starke Schmerzen im Bauchbereich und Fieber als Symptome

In einzelnen Fällen kann es jedoch zu starken Schmerzen im Bauchbereich sowie Fieber kommen und hier sollte man sofort seinen Arzt aufsuchen. Generell sollte man aber auch, wenn man keine Symptome oder Schmerzen hat, nicht auf den Besuch beim Gynäkologen verzichten, um eine Bauchhöhlenschwangerschaft von vornherein ausschließen zu können. Denn die Diagnostik mit dem Ultraschallgerät ist soweit fortgeschritten, dass man inzwischen schon in einem sehr frühen Stadium eine Bauchhöhlenschwangerschaft bestimmen kann und die entsprechenden Schritte nach eingehender Beratung einleiten kann, um so das Risiko für die Schwangere so gering wie möglich zu halten.

Bauchhöhlenschwangerschaft zu riskant für Schwangere

Lautet die Diagnose tatsächlich „Bauchhöhlenschwangerschaft“, so wird der Arzt in den meisten Fällen dazu raten, die Schwangerschaft zu beenden, damit man sich keinen weiteren Risiken aussetzt. Denn auch das Risiko einer Fehlgeburt bei einer Bauchhöhlenschwangerschaft ist sehr hoch. In der Regel wird eine Bauchhöhlenschwangerschaft durch einen chirurgischen Eingriff oder Medikamentengabe beendet.

Wichtig für Frauen, die einmal eine solche Schwangerschaft hatten, ist es zu wissen, dass man danach immer noch schwanger werden kann und auch die Wahrscheinlichkeit ein gesundes Kind zu gebären genauso hoch ist, wie bei allen anderen Frauen. Wichtig ist nur, dass man sich nach einer Bauchhöhlenschwangerschaft gründlich untersuchen lässt, um Fehlbildungen der Eileiter als Ursache für eine Bauchhöhlenschwangerschaft auszuschließen. Fällt diese Untersuchung negativ aus, so steht einer erneuten Schwangerschaft nichts mehr im Wege.

Bild: Helga Weber – Flickr.com (CC BY-ND 2.0)

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