Babys und Trinken: Welches Wasser ist das Beste für die Kleinsten

So gesund ist Leitungswasser wirklich

Wasser

Vor allem jetzt in der Sommerzeit trinken Babys viel. Eltern fragen sich oft, welches Wasser für Ihre Liebsten das Richtige sein könnte. Man kann in Deutschland unbesorgt zu Leistungswasser greifen, weil seine Qualität den strengsten Gesundheitsnormen unterliegt und meistens bedenkenlos (aber nur abgekocht!) auch von Kleinkindern und Babys getrunken werden kann. Nur in dem Fall, wenn das Wasser aus einem Einzelbrunnen kommt, müsse man es überprüfen lassen, weil solches Brunnenwasser nicht den strengen Richtlinien unterliegt.

Wieso ausreichend Trinken für Kinder lebensnotwendig ist

[dropcap]W[/dropcap]enn das Kind zu wenig trinkt, kann es oft schlapp und müde wirken. Flüssigkeitsmangel macht sich vor allem bei Babys gleich bemerkbar: Sie weinen und sind müde und träge. Im Verhältnis zu Körpergröße brauchen Kinder viel mehr Flüssigkeit pro Tag aufzunehmen als Erwachsene. Sie haben einen höheren Wasseranteil des Körpers.

 

Nehmen sie Wasser in unzureichender Menge ein, schwindet sofort ihre Muskelkraft, das Gehirn schaltet auf Sparflamme um und Kinder wirken unkonzentriert. Damit der Körper des Kindes normal funktioniert, brauchen Kinder mindestens 850 Milliliter Flüssigkeit pro Tag, an heißen Tagen ist der Bedarf entsprechend höher und kann sogar das Doppelte betragen. Sonst drohen gesundheitliche Probleme, deren Folgen schwer einzuschätzen sind.

Leitungswasser: gut genug für Babys?

Säuglinge und Kleinkinder trinken natürlich kein frisches, sondern abgekochtes Leitungswasser. Dadurch werden die meisten Keime erfolgreich vernichtet. Allerdings hat die Temperatur keinen Einfluss auf die möglichen Schadstoffe, die im Leitungswasser vorhanden sein können. Durch Abkochen wird das Wasser nicht frei von Schadstoffen.

Deswegen sollten Sie sich über die vorhandene Schadstoffbelastung des Trinkwassers in ihrer Region informieren. Wie die Qualität des Leitungswassers wirklich aussieht, erfahren Sie bei zuständigem Wasserwerk. Dort bekommt man die nötigen Informationen über die Konzentration der einzelnen Stoffe im Leitungswasser.

Wasserqualität von Rohrleitungen abhängig

Je nach Art der Leitung ist das Wasser mehr oder weniger belastet. Besonders gesundheitsgefährdend sind Wasserleitungen aus Blei. Es handelt sich dabei um einen gefährlichen Giftstoff, dessen Ablagerungen vor allem in den Knochen gesichtet werden. Die negativen Auswirkungen von Blei auf die Gesundheit beobachtet man in erster Linie bei Säuglingen und Kleinkindern bis zu sechs Jahren, auch Schwangere sind davon stark betroffen.

Bei stärkerer Belastung kommt es bei Kindern zu Konzentrationsstörungen, auch die Reaktionsfähigkeit verlangsamt sich. Neben Bleihaltigen- sind Kupferleitungen gesundheitlich nicht unbedenklich. Besonders bei pH des Wassers unter sieben („saures“ Wasser) wird die Konzentration des Kupfers im Wasser gesteigert. Kupfer bewirkt bei Säuglingen unter anderem eine Hyperaktivität.

Für sauberes Wasser sorgen

Informieren Sie sich erst, wie und ob überhaupt das Leitungswasser bei Ihnen belastet ist. Man fragt diesbezüglich einfach den Vermieter oder holt sich die Informationen beim Wasserwerk. Sind Informationen vorhanden, kann man dann entscheiden, ob man zum Beispiel bei stärker belastetem Wasser nicht zu abgepacktem Wasser greifen soll.

Grundsätzlich sollte man auch kein Standwasser – mehrere Stunden in der Leitung – verwenden, sondern das Wasser erst eine Weile laufen lassen, bis es spürbar abkühlt. Danach wird es obligatorisch abgekocht.

Mineralwasser oder Leitungswasser trinken? Test und Vergleich.

Bildquellen
Artikelbild: © panthermedia.net / Brian Scantlebury





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