Babys und Kleinkinder impfen lassen? – Ein Drittel unserer Kids ist nicht geimpft

Baby impfen | © panthermedia.net /vchalup2
Baby impfen | © panthermedia.net /vchalup2

Es erregt die Gemüter, die Zahl der Gegner wächst. Die Rede ist vom impfen lassen von Babys und Kleinkindern. Man kann sagen, mittlerweile ist um die Frage Impfschutz ein Glaubenskrieg entstanden. Warum dies so ist, welche Vor- und Nachteile es gibt, aber auch welche rechtlichen Verpflichtungen, kann man nachfolgend erfahren.

Es besteht keine Impfpflicht

Statistik: Lassen Sie sich generell impfen? | Statista
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[dropcap]W[/dropcap]er heute mit einem neugeborenen Baby in eine Arztpraxis zu den U-Untersuchungen geht, der bekommt ganz selbstverständlich auch den Impfschutz und den dazugehörigen Ausweis. Man könnte aus diesem Verhalten von vielen Ärzten ableiten, als würde eine Pflicht der Eltern bestehen. Dieses trifft aber nicht, in Deutschland gibt es keine Impfpflicht. Es bleibt im Rahmen der elterlichen Sorge den Eltern selbst überlassen, ob sie einen Impfschutz wünschen oder nicht. Die Richtlinien die es zum Impfschutz in Deutschland gibt, haben lediglich einen empfehlenden Charakter.

Erarbeitet werden diese Richtlinien von der ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut. Trotz das keine Impfpflicht in Deutschland besteht, sind rund 90 Prozent der Kinder in Deutschland geimpft. Wobei man an dieser Stelle erwähnen muss, ein Impfschutz wird nicht nur für Babys und Kleinkinder empfohlen, sondern auch für Jugendliche und Erwachsene. Wie die Rechtslage in Sachen Impfschutz ist, ist nicht unwichtig. Spätestens mit dem Antrag auf einen Kindergartenplatz oder den Besuch der Grundschule, verlangen viele Einrichtungen die Vorlage von einem Impfausweis für das Kleinkind. Nicht selten führt dies zu rechtlichen Auseinandersetzungen, da ein Platz verweigert wird.

Was ist eigentlich eine Impfung?

Kinder-Untersuchungsheft | © panthermedia.net / Nicole Effinger
Kinder-Untersuchungsheft | © panthermedia.net / Nicole Effinger

Eigentlich kann man den Streit um das impfen nicht wirklich nachvollziehen. Insbesondere das das Impfen dafür gesorgt hat, dass viele Krankheiten die es früher gab, heute gar nicht mehr oder nur noch, selten gibt. So kann man mit einer Impfung wirksam einen Schutz gegen Diphtherie, Keuchhusten, Tetanus, Kinderlähmung und gegen Hepatitis B erzielen. Wobei die Liste der möglichen Krankheiten nicht abschließend ist. Grundsätzlich muss man wissen, beim impfen bekommt man nicht unzählige Spritzen. Vielmehr kommen heute sogenannte Kombinationsimpfstoffe zur Anwendung. Aufgrund der Inhaltsstoffe haben diese eine Wirksam auf mehrere Krankheiten gleichzeitig. Diese Kombinationsimpfstoffe erleichtern damit das impfen wesentlich und senken zugleich, auch die Risiken, dazu aber später mehr.

Wer sich mit dem Thema Impfen auseinandersetzt, der möchte natürlich auch wissen, was da im Detail gespritzt wird. Grundsätzlich handelt es sich bei einem Impfstoff um die Zusammensetzung verschiedener Krankheitserreger. Nach dem impfen reagiert der Körper auf diese Krankheitserreger, in dem er Antikörper zur Bekämpfung bildet. Diese bleiben dauerhaft erhalten und bilden die sogenannte Grundimmunisierung. Dies bedeutet, kommt der Körper mal wieder in Kontakt mit einem gleichen Krankheitserreger, kann er diesen sofort bekämpfen. Damit man dauerhaft eine Grundimmunisierung hat, muss man den Impfschutz regelmäßig auffrischen lassen. Mit dem Impfschutz bei Babys beginnt man in der Regel ab dem neunten Lebensmonat. In zeitlichen Abfolgen von wenigen Monaten folgen dann weitere Impfungen.

Das ist die Impfkritik

Kleinkind bekommt Impfung | © panthermedia.net /evgenyataman
Kleinkind bekommt Impfung | © panthermedia.net /evgenyataman

Grundsätzlich besteht die Impfkritik aus vielen Teilaspekten. Ein Aspekt ist hierbei der Impfstoff selbst, der aus Krankheitserregern besteht. Hier sehen die Impfkritiker eine Gefahr, man spricht hier von den sogenannten Impfschäden. So kann es nach einer Impfung zum Beispiel zu Symptomen wie Kopfschmerzen und Fieber kommen. Wobei auch schwere Erkrankungen nicht gänzlich auszuschließen sind, die im schlimmsten Fall zum Tod vom Kind führen können. Die Zahl der Impfschäden ist in Deutschland umstritten. Warum dies so umstritten ist, zeigte eine Studie aus dem Jahr 2001 der Bundesregierung.

Jährlich kommt es in Deutschland zu rund 40 Millionen Impfungen. Hierbei soll es zu zweitausend Meldungen über Impfschäden gekommen sein. Wobei hierunter auch Todesfälle waren, wenngleich die Behörden nicht von einem Zusammenhang ausgegangen sind. Ein weiteres Argument gegen die Impfung ist die Wirksamkeit. Hier fehlt es vielen Kritikern an einer vernünftigen wissenschaftlichen Grundlage, die die Wirksamkeit belegt. Zudem stehen Impfungen auch im Verdacht, Allergien auszulösen. Dies begründet sich wesentlich im Umstand, als dass durch den Impfstoff das Immunsystem geschwächt wird. Damit ist der Körper anfälliger für Allergien.

Fazit zum Impfen von Babys und Kleinkindern

Ob man sein Baby nach der Geburt impfen lassen möchte oder nicht, bleibt den Eltern überlassen. Diese können frei entscheiden, es besteht keine Impfpflicht. Im Vergleich zu früher, sind typische Krankheiten wie Kinderlähmung und Co. zurückgegangen. Aufgrund der heutigen Impfstoffe, ist das impfen mit keinem großen Aufwand mehr verbunden. Damit dauerhaft ein Schutz besteht, muss der Impfschutz regelmäßig erneuert werden. Kritiker vom Impfschutz halten dagegen. Zum einen wird die Wirksamkeit bezweifelt und vor Risiken, nämlich den Impfschäden gewarnt.





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