Babys und Haustiere

Babys und Haustiere – Tipps fürs Zusammenleben

[dropcap]E[/dropcap]in Haustier ist für viele das fehlende Stück zur glücklichen Bilderbuch-Familie. Abgesehen von dem Bedürfnis nach einer intakten Familie und Harmonie, helfen Tiere hinsichtlich des Veratwortungsbewusstseins und der sozialen Kompetenz. In diesem Artikel lesen Sie, was Sie bei Babys und Haustieren in einem Haushalt beachten sollten.

Gesundheitliche Risiken durch Haustiere?

Entgegen der weit verbreiteten Meinung besteht durch Haustiere kein erhöhtes gesundheitliches Risiko. Vorsicht ist nur geboten, wenn bereits Allergien bestehen. Wie hoch in diesem Fall das Risiko oder die etwaige Verschlimmerung der bestehenden Allergie ist, sollten Sie mit Ihrem Kinderarzt besprechen.

Es ist nicht immer notwendig, das geliebte Haustier wegzugeben. Vorbeugend sollten Sie auf eine ausreichende Hygiene achten. Gehen Sie mit Ihrem Tier regelmäßig zu Vorsorgeuntersuchungen, gewährleisten Sie außerdem einen ausreichenden Impfschutz.

Bei einem Hund oder einer Katze, die draußen ihr Unwesen treibt, sollten Sie das Fell nach jedem Spaziergang auf Zecken und andere Insekten untersuchen. Ebenso sollte das Reinigen der Pfötchen und Tatzen nach dem Aufenthalt im Freien zur Routine werden.

Das Haustier an die neuen Umstände gewöhnen

Sofern Sie schon vor der Geburt Ihres Kindes einen haarigen oder gefiederten Mitbewohner haben, sollten Sie Ihr Haustier an die bevorstehenden Umstände gewöhnen. Grundsätzlich sind Tiere für Kinder keine Bedrohung. Schwierig wird es, wenn sich Ihr Tier in seinem persönlichen Umfeld gestört fühlt. Hier kann es zu Verhaltensauffälligkeiten wie beispielsweise Aggressivität kommen. Erleichtern Sie Ihrem Haustier die Umstellung und beginnen Sie schon einige Monate vor der Geburt mit der Gewöhnung an die neuen Umstände. Was das bedeutet? Bringen Sie Ihrem Haustier Schritt für Schritt bei, dass es an Wickelkommode, Kinderbettchen, Krabbeldecke und dergleichen nichts zu suchen hat.

Besonders Hunde reagieren oftmals mit einem ausgeprägten Beschützerinstinkt auf die kleinen Mitbewohner. Sie würden niemals zulassen, dass Ihrem Sprössling etwas passiert. Leider gibt es auch die andere Seite und die heißt Eifersucht. Reagiert Ihr Tier eifersüchtig auf Ihr Baby, ist Fingerspitzengefühl gefragt. Obwohl Ihr Haustier als Liebling nicht mehr an erster Stelle steht, sollten Sie ihm das Gefühl geben, ein Teil der Familie zu sein. Das kann auf verschiedene Arten sein. So könnten Sie den Mittagschlaf Ihres Babys für eine Streicheleinheit oder ein paar Spiele nutzen. Wenn alle Stricke reißen, ist ein/e professionelle/r Tierpsychologe/-in ratsam.

Ein Haustier als Familienzuwachs

Andersherum sieht es aus, wenn sich Ihr Kind oder gar Sie selber ein Haustier wünschen. Die grundlegende Frage ist, welches Tier als neues Familienmitglied geeignet ist. Kinder wünschen sich einen Spielkameraden, mit dem sie kuscheln, toben und die Welt entdecken können.

Kleintiere, Hunde und Katzen

Nur all zu gern schlagen Eltern als Einstieg Kleintiere wie Kaninchen, Hamster oder Meerschweinchen vor. Gerade für übermütige und schmusebedürftige Kinder sind diese jedoch nicht geeignet. Die Tiere könnten sich bedrängt fühlen. Eine mögliche Folge ist, dass sich Ihr Kind oder das Tier verletzt. Katzen hingegen haben nicht umsonst einen Ruf als Schmusetiger, doch die relativ selbstständigen Tiere schätzen mitunter auch sehr ihre Privatsphäre. Ein noch sehr kleines Kind könnte auf den Rückzug des Kätzchens mit Verwirrung, Unverständnis und vielleicht sogar Tränen reagieren. Der Hund, der beste Freund des Menschen, benötigt zwar auch ab und an seine Ruhe, doch seine Spiellust und Treue haben noch die meisten Kinder zum Strahlen gebracht.

Natürlich wird Ihr Kind versprechen, das Kaninchen zu füttern, das Katzenklo regelmäßig zu reinigen sowie bei Wind und Wetter mit dem Hund Gassi zu gehen. Ihr Nachwuchs hat mit Sicherheit nur die besten Absichten und nimmt seine Versprechen ernst, doch ein Kind ist eben ein Kind und vergisst auch mal etwas oder die Verpflichtungen wachsen ihm über den Kopf. Hier müssen Sie einspringen, denn das Tier kann am Wenigsten etwas dafür. Bedenken Sie das unbedingt bei der Anschaffung eines Haustieres.

[box type=event]Fazit: Sie sehen, es ist gar nicht so einfach, sich für das perfekte Haustier zu entscheiden. Letztendlich müssen Sie abwägen, was für Sie und Ihre Lebensumstände das passende Tier ist.[/box]

Bild: #Eelco – Flickr.com (CC BY 2.0)

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