Babypflege

Babys Pflege und Hygiene: Wann ist eigentlich genug?

Steht die Geburt eines Babys bevor, können es die werdenden Eltern zumeist nicht erwarten, die Kleinen schon vorab mit Babykleidung, Babybett, Kinderwagen, Babyschale und Hygieneutensilien zu versorgen. Kurz nach der Geburt ist der Großteil der Mütter und Väter hauptsächlich damit beschäftigt, die Kleinen zu waschen, zu pudern und einzucremen. Kaum ein Thema – wie die Hygiene und die Pflege von Babys – erzeugt innerhalb kürzester Zeit einen so umstrittenen Diskurs, den wir an dieser Stelle aufnehmen und weiterführen wollen. Wie viel Pflege ist eigentlich sinnvoll und gesund? Kann Überfürsorge schädlich sein?

Sensibilität der kindlichen Haut nicht unterschätzen

[dropcap]N[/dropcap]eugeborenen- und Babyhaut ist äußerst empfindlich und sensibel. Es wäre fahrlässig, ihre Belastbarkeit mit denen von Erwachsenen zu vergleichen. Gehen Sie davon aus, dass die Haut Ihres Babys ca. fünf Mal dünner ist. Dies ist auf einen unreifen Säureschutzmantel zurückzuführen, so können schadhafte Bakterien mühelos eindringen. Auch die Hornhaut der Oberschicht ist bei unseren Babys noch nicht entwickelt, so produzieren auch die Talgdrüsen weniger Fett. Kinder benötigt ca. zehn Jahre, um es mit der Haut der Erwachsenen aufzunehmen. Die Haut unserer Kleinen nun aufgrund ihrer Empfindlichkeit jeden Tag einzucremen, ist übertrieben. Hebammen und Kinderärzte raten dazu, die Haut in Ruhe zu lassen.
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Öko Test überprüft Baby Pflegeprodukte

ÖKO Test berichtet in der aktuellen Ausgabe von einer ordentlichen Pflege von Babys und verweist in diesem Zusammenhang auf chemische Pflegeprodukte, die sie meiden sollten. Parafine, Silikon und andere künstliche Inhaltsstoffe setzen der kindlichen Haut eher zu, als dass sie diese pflegen. Nicht selten löst ein Duftstoff oder ein Parfüm Hautirritationen einer Allergie aus. Entscheiden Sie sich für Naturkosmetika, so vertrauen Sie einzig und allein den zertifizierten Produkten, denn diese verzichten auf jegliche Form bedenklicher Inhaltsstoffe. Auch wenn diese Pflegeprodukte mit einem erhöhten Anschaffungspreis zu Buche schlagen, benötigen Sie jeweils nur eine geringe Menge.

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Was hilft bei trockener Haut?

Ein Bad sollten Sie höchstens ein Mal in der Woche für Ihr Baby einlassen, andernfalls strapazieren Sie die Kinderhaut. Die kindliche Haut neigt dann zu Hautirritationen. Im Prinzip genügt es, klares Wasser zu verwenden. Hat Ihr Baby mit äußerst trockener Haut zu kämpfen, fügen Sie dem Badewasser etwas Öl hinzu. Die perfekte Wassertemperatur liegt zwischen 36 und 37 °C. Legen Sie das Köpfchen zurück, so vermeiden Sie, dass Wasser in das Gewicht der kleinen gerät. Wird der Haarwuchs immer dichter, nehmen Sie einen Tropfen Babyshampoo und massieren vorsichtig die Haare. Achtung: Bei den Produkten mit der Aufschrift „nicht in den Augen brennen“ ist mit PEG Substanzen zu rechnen, die den Augapfel Ihre Kinder kurzzeitig betäuben.

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So pflegen Sie Babys Gesicht

Auch für die Gesichtspflege empfehlen Hebammen vor allen Dingen klares Wasser. Erst wenn es draußen kälter wird, ist es sinnvoll, zu einem entsprechenden Wetterschutz zu greifen, wie zum Beispiel eine fetthaltige Creme. In den ersten Lebenswochen beobachten Sie zumeist ein gelbliches Sekret an den Augen, das sich aufgrund von Zugluft bildet. Wir empfehlen Ihnen Mulltupfer, diese tauchen Sie vorab in abgekochtes Wasser.

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Vorsichtig: die frühe Zahnpflege

Bricht das erste Zähnchen durch, können Sie mit der Zahnpflege beginnen. Doch für den Anfang reicht es völlig aus, zu einem feuchten Tuch oder einem Wattestäbchen zu greifen. Putzen Sie die Zähne Ihres Babys mit fluoridhaltiger Kinderzahncreme. Vermeiden Sie, dass Hinterschlucken der Zahnpasta. Ärzte raten gerade am Anfang dazu, spezielle Tabletten einzusetzen, deren Inhaltsstoff Karies entgegenwirkt.

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So wickeln Sie Ihr Baby in wenigen Minuten

Der wenig unserer Kleinen ist durch das stetige Strampeln, Kot und Urin extremen Belastungen ausgesetzt. Hier sollten Sie besondere Sorgfalt walten lassen. Greifen Sie zu einem Waschlappen mit lauwarmem Wasser, um den Po gründlich zu reinigen. Streichen Sie vorsichtig in Richtung Po, so können sich potentielle Darmbakterien nicht weiter ausbreiten. Ist der Po einmal wund, können Sie dies mit Wundschutzcreme schnell den Griff bekommen. Auch Fingernägel und Fußnägel müssen Sie in den ersten Wochen kaum schneiden, diese sind sehr weichen und fallen von allein ab. Erst wenn die Gefahr besteht, dass sich Ihr Kind kratzt, sollten Sie zur Nagelschere greifen und die Nägel äußerst vorsichtig kürzen. Nutzen Sie eine Nagelschere mit abgerundeter Spitze.

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Fazit

  • Vermeiden Sie gerade in der Anfangszeit zu viele Pflegeprodukte und verwenden Sie abgekochtes warmes Wasser.
  • Es ist völlig ausreichend, Ihr Baby ein Mal pro Woche im Warmwasser von 36-37 °C zu baden. Auch die Haare waschen Sie mit Warmwasser.
  • Die Zähne putzen Sie zu Anfang am besten vor dem Schlafengehen mit einem feuchten Tuch oder Wattestäbchen.
  • Verwenden Sie mehr Zeit und Mühe auf die Reinigung des empfindlichen Babypos. Die Nägel hingegen müssen in den ersten sechs Wochen zumeist noch nicht geschnitten werden.

Links zu weiterführenden Information

http://www.urbia.de/magazin/baby/pflege/grundkurs-babypflege
http://www.baby-und-familie.de/babypflege

Bildquellen
Artikelbild: © panthermedia.net / Frank Pflügler