Babymassage – Tipps und Techniken

Regelmäßige Babymassagen stärken die Beziehung zum Kind

Babymassage - Tipps und Techniken
Babymassage
[dropcap]S[/dropcap]ie möchten Ihrem Baby mit einer Babymassage etwas Gutes tun – prima Idee! Dafür sollten Sie zunächst einmal sicher stellen, dass Ihr Baby auch dafür bereit ist. Im Grunde könnte schon ab der ersten Lebenswoche mit einer Massage gestartet werden, jedoch reagiert jedes Kind unterschiedlich auf diese neue Erfahrung, nicht alle empfinden es als positiv.

Ab welchem Monat können Sie mit der Babymassage starten?

In der Regel können Sie zwischen der 6. und 10. Woche mit einer Babymassage beginnen. Eine Massage sollte mindestens 15 Minuten aber nicht länger als eine dreiviertel Stunde dauern und einmal pro Tag gemacht werden. Damit führen Sie auch gleichzeitig ein schönes Ritual ein, welches für Babys und Kleinkinder einen wichtigen Orientierungspunkt im Alltag bildet.

Wozu ist eine Babymassage eigentlich gut?

Zum einen bewirkt eine Babymassage viel mehr als eine bloße physische Massage. Nachweislich trägt eine Massage zum Bindungsaufbau zu Ihrem Kind bei. Das Baby spürt Nähe, Geborgenheit, Wärme und Sicherheit, durch Ihre Aufmerksamkeit und durch den Hautkontakt.

Die Beziehung zwischen Eltern und Kind werden bei regelmäßiger Massage gefördert und die Babymassage sorgt für eine gute Durchblutung, für besseres Schlafverhalten und lindert Blähungen.

So schaffen Sie entsprechende Voraussetzungen

Von großer Bedeutung ist Ihre eigene Stimmung, Sie sollten selbst entspannt und breit dazu sein, Ihr Baby zu massieren. Also keine Telefonate oder Fernsehserien nebenher laufen lassen, sanfte Musik dagegen unterstreicht die Stimmung. Das Umfeld sollte gut temperiert sein und gemütlich. Die Babymassage können Sie entweder im Sitzen auf dem Boden bzw. Stuhl, oder im Stehen durchführen.

Als Unterlage für Ihr Baby eignen sich weiche Decken oder Handtücher. Während der Babymassage sollte das Baby nackt sein, daher wäre es ratsam Windeln und Tücher griffbereit zu halten, falls dann doch mal etwas “schief geht”. Zum Schluss benötigen Sie noch Babyöl oder Lotion, da genügt auch die herkömmliche Variante. Nur Achtung, dass Ihr Baby nicht allergisch reagiert. Nun kann es mit der Babymassage los gehen!

Verschiedene Massagetechniken:

Legen Sie Ihr Baby nun vor sich auf den Boden bzw. Tisch und setzten Sie sich in den Schneidersitz, auf einen Stuhl oder in eine andere für Sie angenehme Position. Verreiben Sie das Öl oder die Lotion gut in Ihren Händen, durch die Reibung erwärmen sich auch gleich Ihre Hände.

  • Fangen Sie auf der Brust an und streichen Sie nun von der Mitte aus an den Rippen entlang auf die Seiten und wieder zurück, achten Sie auf gleichmäßige und langsame Bewegungen.
  • Als nächstes führen Sie mit der flachen Hand kreisenden Bewegungen auf dem Bauch im Uhrzeigersinn durch. Dabei sollte ganz leichter Druck auf den Darm ausgeübt werden. Diese Massagetechnik kann Blähungen und Koliken bei Babys lindern.
  • Halten Sie nun das eine Ärmchen am Handgelenk in die Luft und umschließen Sie es ab dem Oberarm mit Ihrer zweiten Hand. Führen Sie streichende Bewegungen vom Oberarm bis zum Handgelenk aus. Wechseln Sie daraufhin zum anderen Arm.
  • Dieselbe Technik führen Sie auch an den Füßen durch, Fußgelenke festhalten und vom Unterschenkel zum Füßchen gleichmäßig streichen.
  • Nehmen Sie anschließend die kleinen Händchen und öffnen Sie sie um mit ein oder zwei Fingern die Handinnenflächen zu massieren. Dasselbe machen Sie auch bei den Füßchen.
  • Ziehen Sie anschließend ganz leicht an den einzelnen Fingern, vom Fingeranfang bis zu den Fingerspitzen, dasselbe auch bei den Zehen.
  • Drehen Sie Ihr Baby nun auf den Bauch und streichen Sie mit ein wenig Druck oder auch mit kreisenden Bewegungen von den Schultern hinab bis zum Po.
  • Zurück auf dem Rücken liegend, können Sie Ihr Baby am Kopf und im Gesicht massieren: Streichen Sie mit den Fingerspitzen leicht über Stirn, Wangenknochen und Kinn, und massieren Sie sanft die Schläfen.

Wichtiger Hinweis zum Schluss:

Bitte achten Sie während der gesamten Babymassage genau darauf, dass Ihr Baby glücklich ist, sobald Sie das Gefühl haben sollten, dass es Ihrem Kind unangenehm ist, brechen Sie die Massage ab.

Es kann auch sein, dass Ihr Baby nur bestimmte Massagen als unangenehm empfindet, wie beispielsweise im Gesicht. Bei regelmäßiger Babymassage werden Sie dies sicherlich herausfinden. Wenn Ihr Baby Fieber hat oder in einer anderen Form erkrankt ist, sollten Sie ebenfalls von einer Babymassage ablassen. Solange Sie sich nicht sicher sind, ob Sie bei der Massage alles richtig machen, sollten Sie die angebotenen Babymassagekurse in Anspruch nehmen.

Bildquelle: o5com – Flickr.com (CC BY 2.0)

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