Lächeln

Babylächeln: wie Babys lachen lernen

Ein Erwachsener lächelt im Schnitt 15. Mal am Tag, bei Kindern sieht die Sache etwas freudiger aus – sie bringen es nämlich auf 400 Mal pro Tag! Das eigene Baby beim Schlafen zu beobachten und ihr erstes Lächeln zu sehen ist die beste Belohnung, die sich Eltern wünschen können.

Erstes Lächeln nach der Geburt

Das erste Lächeln, das ein Baby ihren Eltern schenkt, ist nach Meinung der Experten ein Reflexlächeln. In den ersten Wochen sind Babys nicht imstande richtig zu lächeln, es handelt sich dabei mehr um eine Muskelkontraktion. Studien aus der Emotionsforschung haben jedoch gezeigt, dass im REM-Schlaf der Babys die gleichen Muskeln aktiviert werden, wie später beim bewussten Lächeln.

Das gleiche Mienenspiel kann man mit ein bisschen Glück sogar schon vor der Geburt auf Ultraschallbildern sehen. Im Alter von sechs bis acht Wochen fängt das Baby an, bei Lächeln die Augen zusammenzukneifen. Dann nämlich werden seine Wachphasen immer länger. In dieser Zeit lächelt das Kleine alles an, was zwei Augen hat – ob Papa, Mutti, Tante oder sogar der alte Teddybär, deswegen nennt man dieses Phänomen auch unspezifisches Lächeln.

Das spezifische Lächeln

Im Alter zwischen sechs und acht Monaten ist das Kind schon ziemlich gewachsen, sein kognitives Verhalten ist auch langsam gereift. Es kann jetzt zwischen vertrauten und weniger vertrauten oder fremden Menschen unterscheiden, sein Lächeln wird nun seinen engsten Bezugspersonen gewidmet. Je nach Lebenssituation können es unterschiedliche Personen sein: In der Krippe wird zum Beispiel die Kindererzieherin angestrahlt.

Umgekehrt können auch erste Tränen kommen, wenn sich beispielsweise ein Gesicht nähert,  das dem Baby nicht vertraut ist. Somit beginnt das sogenannte Fremdeln.

Lachen als eine Art Ventil

Den größten Vertrauensbeweis des Babys gibt es dann, wenn es sich von Mama oder Papa in eine „gefährliche“ Situation bringen lässt, wie zum Beispiel Reiten auf Papas Knie. Das Baby kann dabei fast Glucksen vor Freude, wenn es fast zum Fall kommt. Manchmal kann es so aussehen, als würde das Baby dabei schreien oder weinen wollen.

Das ist aber kein Problem, wenn es nämlich merkt, dass die Gefahr gleich wieder vorbei ist, wird es glücklich loslachen und prusten. Es weiß jetzt eben, dass es gar nicht gefährlich ist und dazu noch Spaß macht.

Kitzel-Spiele mit Kindern

Kitzeln, obwohl es eher als unangenehm empfunden wird, hat Suchpotenzial. Kitzeln und das Kitzeln zuzulassen ist ein Beweis für gegenseitiges Vertrauen und Sympathie. Beides wird bei solchen Spielen noch verstärkt. Deswegen wird das Baby solche Spielereien lieben.

RTL Baby lachen (Vierlinge, Baby, Lachen)

Bildquellen
Artikelbild: © panthermedia.net / Nils Julia Weymann Pfeifer

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