Alkohol

Alkohol und Jugendliche: Was können Sie dagegen tun

Der erste Kontakt der Kinder oder Jugendlichen mit dem Alkohol geschieht immer früher. Im Schnitt passiert das zwischen dem 10. und 14. Lebensjahr. Die meisten Erstkontakte ereignen sich auf verschiedenen Familienfeiern und werden von den erwachsenen bzw. Eltern gebilligt. Das Konsumverhalten hängt bei Jugendlichen unter anderem davon ab, wie das Thema Alkohol im Freundeskreis gehandhabt wird. Auch das allgemeine soziale Umfeld und die Einstellung der Eltern prägen das Konsumverhalten der Jugendlichen und Kinder ein. Man sollte bedenken, dass je früher Kinder mit dem Alkoholtrinken beginnen, desto größer die Gefahr, künftig vom Alkohol abhängig zu werden.

Wieso trinken Jugendliche?

[dropcap]D[/dropcap]urch Alkoholkonsum fühlen sich die Jugendlichen bzw. Kinder etwas erwachsener und freier, der Alkohol liefert ihnen mehr Selbstvertrauen und Mut. Alkohol zu trinken wird als „cool“ angesehen, so entziehen sich die Halbstarken der Kontrolle ihrer Eltern und demonstrieren dadurch ihre Unabhängigkeit. Schüchternen Jugendlichen fällt es unter Alkoholeinfluss manchmal leichter, neue Kontakte zu knüpfen oder, bei Jungen, erste Bekanntschaften mit Mädchen zu schließen.

 

Auch die Gruppenzugehörigkeit wird dadurch befestigt. Alkohol wird oft zum Lösen von Problemen genutzt: Das Nervenkostüm ist bei Jugendlichen noch nicht so stark ausgeprägt, deswegen kommt es häufig zu Stimmungsschwankungen, Höhen und Tiefen liegen da eng beieinander. Alkohol verleiht den Kindern ein vermeintliches Gefühl von Sicherheit, alle Sorgen lösen sich dadurch wie im Nichts auf. Dass dieser Zustand nur eine Momentaufnahme ist, wollen sie nicht wahrnehmen.

Auswirkungen auf die Gesundheit

Die befriedigende Wirkung des Alkohols ist nur von kurzer Dauer, danach fühlt sich das Kind noch hilfloser und depressiver als vorher. Heranwachsende können dadurch kaum den Umgang mit negativen Erlebnissen verarbeiten, um daraus zu lernen und stärker zu werden. Alkohol verhindert einfach die Entwicklung einer stabilen Persönlichkeit. Je öfter er konsumiert wird, desto immer weniger erträglich werden die ungünstigen Lebensumstände sein.

Aus medizinischer Sicht bringt Alkohol den Jugendlichen nichts Gutes. Der Organismus eines Kindes befindet sich immer noch im Entwicklungsstadium. Von dem Alkoholkonsum ist besonders das Gehirn betroffen und gefährdet. Nicht ganz ausgereifte Körperorgane sind für die im Alkohol enthaltenden Giftstoffe viel anfälliger als es der Fall bei Erwachsenen ist.

So sollen Sie sich verhalten

Grundsätzlich sollten Eltern immer als Vorbild für ihre Kinder dienen. Das betrifft auch den Umgang mit Alkohol. Kinder sollen es zu spüren bekommen, dass man sich dessen bewusst ist, dass sie ein Alkoholproblem haben. Der Standpunkt der Eltern bezüglich Alkohol soll klargemacht werden und sie sollen dazu bereit sein, gemeinsam mit ihrem Kind das Problem zu lösen.

Besonders hilfreich dabei ist die Aufstellung von unmissverständlichen Regeln für den Alkoholumgang, die dann auch eisern beachtet werden müssen. Kinder müssen sich der Konsequenzen des Alkoholkonsums bewusst sein. Sie sollen erkennen, dass schlechtere Schulleistungen unmittelbar von Alkoholmissbrauch kommen. In solchen Fällen sollen Eltern ihre Kinder ermutigen, Hilfe von außen anzunehmen (Beratungsstelle oder psychotherapeutische Betreuung).

Alkohol Reportage (Jugendliche im Rausch) Part 1/5

Bildquellen
Artikelbild: © panthermedia.net / Ivonne Wierink

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