Weichmacher und Co: Schadstoffe in Spielzeugen entdeckt

Weiches Plastikspielzeug enthält viele Weichmacher – und die sind gesundheitsgefährdend. Je härter ein Plastikspielzeug ist, desto weniger Weichmacher sind enthalten. Spielzeug für Kleinkinder sollte daher besonders sorgfältig ausgewählt werden. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) warnte bei der Vorstellung des Jahresberichts vor den möglichen Folgen für Kinder unter drei Jahren. Sie seien insbesondere gefährdet, da sie das Spielzeug häufig auch in den Mund steckten und ablecken.

Gesundheitsgefährdende Weichmacher in Spielzeug

Bei den Kontrollen der staatlichen Lebensmittel- und Bedarfsgegenstände-Überwachung wurde deutlich, dass in neun Prozent von 330 untersuchten Proben gesundheitsgefährdende Weichmacher enthalten sind. Die verschiedenen Weichmacher überschritten in der Summe den zulässigen Grenzwert. Eine hohe Belastung enthielten auch Buntstifte aus lackiertem Holz – bei 21 Prozent der untersuchten 140 Proben wurden die gefährlichen Weichmacher entdeckt. Metallspielzeuge schnitten auch nicht besser ab. Denn sie können bei Hautkontakt Nickel freisetzen und so Allergien auslösen.

168 Proben wurden untersucht, in 24 Prozent wurde der gesetzlich festgelegte Grenzwert für Nickel überschritten. Das Umweltbundesamt rät Eltern in seiner Broschüre Umwelt und Kindergesundheit, unangenehm riechendes Spielzeug zu meiden. Der Geruch deute auf eine schlechte Qualität hin. Für Kinderspielzeug gibt es chemische Sicherheitsanforderungen, geregelt sind diese in einer EU-Spielzeugrichtlinie. Aber nicht alle Hersteller von Kinderspielzeug halten sich daran.

Auch Stiftung Warentest prüfte vor einigen Jahren gezielt Spielzeuge für Kleinkinder und kam damals ebenfalls zu einem alarmierenden Ergebnis. Ob Kuscheltier oder Puppe, Baukasten oder Holzeisenbahn – ein Großteil des Kinderspielzeugs war mit gesundheitsgefährdenden Schadstoffen belastet. Zu den am häufigsten gefundenen Schadstoffen gehören sogenannte polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), Weichmacher (Phthalate), Formaldehyd, Schwermetalle oder zinnorganische Verbindungen.

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