Im Vergleich zu Standard-Produkten sind die Süßigkeiten in Adventskalendern oftmals deutlich überteuert

Adventskalender in verschiedenen Formen und Ausführungen sind längst schon im Handel erhältlich – und so richtig lange dauert es schließlich auch gar nicht mehr, bis das erste Kläppchen geöffnet werden darf. Eltern sollten sich aber überlegen, welcher Adventskalender an der Wand im Kinderzimmer hängt – denn viele Kalender mit Süßigkeiten sind einfach völlig überteuert. Darauf weist die Verbraucherzentrale Hamburg hin. Sie hat verschiedene Adventskalender untersucht.

Deutliche Preissteigerung bei den Markenprodukten

Bis zu 165 Prozent teurer als gleiche Produkte in Standardverpackungen seien die Süßwaren in Weihnachtsverpackungen – eine enorme Preissteigerung. Zu diesem Ergebnis kommt die Verbraucherzentrale Hamburg, die Adventskalender genau unter die Lupe genommen hat und die für die Untersuchung gekauften Produkte nun einer gemeinnützigen Kindereinrichtung zur Verfügung stellt.

Egal ob Ferrero, Milka oder Storck: Der Zuschlag für die weihnachtliche Aufmachung fällt hoch aus. Auf der Homepage der Verbraucherzentrale (www.vzhh.de) ist eine Liste mit 24 Produkten und den jeweiligen Bewertungen veröffentlicht.

Eltern, die preisbewusst einkaufen möchten, sollten also lieber Naschereien in normalen Standard-Verpackungen kaufen und diese dann in einem selbst erstellten Adventskalender den Kindern schenken. Das wird nämlich deutlich günstiger.

Abgesehen davon vermeide man durch kreativ und individuell selbst verpackte Süßigkeiten im Adventskalender eine Dauerwerbung von Herstellern im Kinderzimmer.

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Beispiel: Kosten die Ferrero Rocher zum Beispiel in einer Normalpackung 18 Cent pro Kugel, so zahlen Verbraucher deutlich mehr, wenn die Süßigkeiten in einer weihnachtlichen Plastikglocke verpackt sind: Dann liegt der Preis pro Kugel nämlich bei 42 Cent – und das bedeutet einen Zuschlag von 128 Prozent.
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Die Verbraucherzentrale stellte bei ihrer Untersuchung außerdem fest, dass die Weihnachtsartikel meistens auf Sonderflächen – und das zum Teil auch ohne Preisauszeichnungen – stehen, sodass ein Preisvergleich mit den normalen Standardprodukten, die woanders im Regal liegen, nur schwer möglich ist.

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