Soziale Herkunft wirkt sich auf die schulischen Leistungen aus

In Deutschland wirkt sich die soziale Herkunft besonders stark auf die schulischen Leistungen aus. Das ist zwar seit der PISA-Studie schon bereits bekannt gewesen, eine neue Untersuchung der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) belegt dies aber jetzt noch zusätzlich und bestätigt somit, was Bildungsexperten seit Jahren beklagen: nämlich, dass die soziale Herkunft eines Kindes seine Schulkarriere beeinflusst.

Kinder von Ärzten, Architekten und Lehrern schnitten besonders gut ab

63 Länder wurden untersucht. Die Forscher analysierten dazu das umfangreiche Datenmaterial der letzten PISA-Bildungsstudie. In den meisten Ländern bestätigte sich, dass Kinder, deren Eltern als hochqualifizierte Fachkräfte, zum Beispiel als Lehrer, Ärzte oder Architekten tätig sind, besonders gute Leitungen in Lesen und Mathematik haben. Nur in Kolumbien, Indonesien, Italien, Mexiko, Peru und Schweden schneiden die Kinder von Geschäftsführern, Managern und anderen Führungskräften am besten ab.

Tendenziell schlechter als ihre Altersgenossen schnitten Schüler ab, deren Eltern beruflich einfache Tätigkeiten verrichten, zum Beispiel als Straßenreiniger oder Spülkräfte.

In Deutschland schneiden die Kinder von Fachkräften am besten ab, dahinter kommen Kinder von Managern und anderen Führungskräften sowie der Nachwuchs von Eltern, die in technisch-wissenschaftlichen Assistenzberufen tätig sind sowie von Bürokräften und Sachbearbeitern.

Das Mittelfeld wird von Kindern von Handwerkern sowie von Eltern, die in Verkaufs-, Dienstleistungs- und Pflegeberufen arbeiten, belegt. Sehr stark ausgeprägt ist die Ungleichheit zwischen Schülern unterschiedlicher sozialer Herkunft aber nicht nur in Deutschland. Auch in Frankreich und Neuseeland gibt es deutliche Unterschiede. Es gibt aber auch Länder, in denen die soziale Herkunft sich nicht unbedingt auf die Leistung der Kinder auswirkt. Gut schnitten bei der Pisa-Studie zum Beispiel Finnland, Hongkong und Südkorea ab – und hier war die Leistung insgesamt gleichmäßig verteilt, was auch mit ein Grund für das gesamte positive Ergebnis war.

Quelle: welt.de
Bildnachweis: ©Vladimir Nenov / iStock

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