Matschen mit dem Essen ist ein gutes Zeichen für die Lernfähigkeit

Wenn der Nachwuchs ständig mit dem Essen spielt und matscht, statt es in den Mund zu stecken, dann liegen bei den Eltern schon einmal die Nerven blank. Mama und Papa sollten das Gematsche aber zumindest in den ersten zwei Lebensjahren lockerer sehen und akzeptieren. Denn Forscher haben herausgefunden, dass es ein gutes Zeichen für die Lernfähigkeit der Kinder sei.

In den ersten zwei Lebensjahren ist das Matschen in Ordnung

In den ersten zwei Lebensjahren geht eine Mahlzeit kaum ohne Matschen ab. Einem größeren Kind sollte das Essen mit der Bemerkung „Ich sehe, dass du gar nicht mehr hungrig bist“ ruhig der Teller weggenommen werden, wenn das Essen auf dem Tisch verteilt wird oder gar durch die Luft fliegt.

Was nach einer riesigen Sauerei aussieht, hat bei kleineren Kindern jedoch einen tieferen Sinn. Denn Kinder unter zwei Jahren, die mit ihrer Nahrung spielen, lernen schneller, heißt es in einem Bericht des Apothekenmagazins „Baby und Familie“. Der Bericht bezieht sich dabei auf Ergebnisse eines Forscherteams der Universität von Iowa, USA.

Es wurde in einer Studie wissenschaftlich nachgewiesen, dass Kinder, die im Hochstuhl sitzend viel mit Suppen, Gemüse oder Brei matschen dürfen, die Begriffe für das Essen schneller lernen als andere Kinder, die keine Gelegenheit dazu hatten. Die Wissenschaftler geben daher den Rat, die Kleinen matschen zu lassen, denn so würden sie lernen.

Je mehr die Kinder selbst mit dem Essen spielen und dabei breiige, flüssige oder matschige Substanzen anfassen und verschmieren würden, umso schneller lernten sie, diese auch voneinander zu unterscheiden.

Bildnachweis: ©Vladimir Nenov / iStock

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