EU will die gesunde Ernährung an Schulen fördern

Die EU-Kommission möchte die gesunde Ernährung von Kindern fördern. Um das zu erreichen, sollen die in Europa eingeführten Schulobst- und Milchprogramme genutzt werden. Dacian Ciolos, der EU-Agrarkommissar, sagte jetzt, dass es darum gehe, einen „Reflex zum gesunden Umgang mit Essen“ zu fördern.

Mehr Geld für Obst und Gemüse

Kindern zu zeigen, dass Gemüse und Obst nicht in den Supermarkt-Regalen wachsen, das ist ein Punkt, den die EU-Kommission sich herausgepickt hat. So wird zum Beispiel darüber nachgedacht, für Kinder Besuche auf dem Bauernmarkt zu organisieren. Letztlich bleibt es aber den EU-Staaten überlassen, wie sie die Erziehung zu einem gesunden Essen oder das Lehren von landwirtschaftlichen Produktionsmethoden gestalten möchten.

Ein ganz wichtiger Punkt ist aber, dass die europäischen Programme zur Verteilung von Milch, Obst und Gemüse in den Schulen zusammengelegt werden. Mit Hilfe von Subventionen soll der Nachwuchs solche gesunden Nahrungsmittel künftig günstiger oder sogar umsonst bekommen.

Die EU-Staaten sind aufgefordert, den Verantwortlichen in Brüssel in genauen Plänen aufzuzeigen, wie sie jeweils das gesunde Essen in der Schule fördern möchten. Den Vorschlägen muss dann durch das EU-Parlament oder der Staaten zugestimmt werden. Bereits beschlossen ist die Erhöhung der EU-Zuschüsse für die Programme. Bislang lagen die Zuschüsse bei 197 Millionen Euro pro Schuljahr, jetzt sind es 230 Millionen.

In Deutschland übrigens können die einzelnen Bundesländer selbst darüber entscheiden, ob sie sich an den Programmen beteiligen möchten. Die Beteiligung wird aber jetzt reizvoller. Mussten die Länder bislang die Hälfte der Kosten für Obst und Gemüse tragen, ist es künftig nur noch ein Viertel, weil die EU den Rest beisteuert.

Bild: ©KatarzynaBialasiewicz/ iStock

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