Studie besagt, dass Eltern bei der Rente noch drauf zahlen

Kinder kosten Geld, das wissen alle Eltern. Wer Kinder hat, der zahlt letztlich aber auch bei der Rente drauf. Das ist zumindest das Ergebnis einer Studie über das Rentensystem. Von Experten wird es als ungerecht und familienfeindlich beschrieben. Sie fordern eine gerechtere Gestaltung.

Experten sehen Familien benachteiligt

Die Studie der Bertelsmann-Stiftung sieht bei dem Rentensystem vor allem Eltern mit Kindern benachteiligt. Obwohl Familien das System aufrechterhalten würden, müssten sie während des Aufwachsens ihrer Kinder höhere Belastungen als Kinderlose auf sich nehmen.

Kinder würden zudem in ihrem späteren Erwerbsleben mit ihren Zahlungen in die Rentenkasse nicht nur die Altersversorgung der eigenen Eltern, sondern auch die der Kinderlosen aus dieser Generation der Eltern finanzieren. Die Menschen werden immer älter, zugleich werden immer weniger Kinder geboren.

Experten davon aus, dass bereits ab dem Jahr 2030 die Rentenbeiträge ihre gesetzliche Obergrenze überschreitene. Das Rentenniveau werde hingegen unter die gesetzliche Untergrenze fallen.

Die Autoren der Studie sprechen sich für die Einführung von Kinderfreibeträgen im gesetzlichen Rentensystem aus, so, wie es sie auch schon im Steuersystem gibt. Angeregt wird zudem auch eine „Kinderrente“, bei der aus der Rentenkasse verschiedene Förderungen für Kinder bezahlt werden. Diese Kinderrente könnte Familien ebenfalls entlasten. Von der Bundesregierung werden die Ergebnisse der Studie übrigens kritisch gesehen.

Die Hinweise nehme man allerdings dennoch ernst, hieß es aus dem Bundesarbeitsministerium. Allerdings geben es Unterstützung von Eltern in anderen Bereichen der Politik. Widersprochen wurde den Aussagen, dass die Rentenbeiträge ab dem Jahr 2030 die gesetzliche Obergrenze, die bei 22 Prozent liegt, überschreiten würden.

Bildquelle: ©jocic / iStock


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